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Hannover, 24. Dezember 2015
Weihnachtsengel tragen Grün
Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der MHH unterstützen herzkranke Kinder

Genau am 24. Dezember öffnete sich wie von Geisterhand das letzte Türchen am Adventskalender des Vereins „Kleine Herzen Hannover“, und zum Vorschein kam eine Zahl: 1500! So stand es auch auf einem Überweisungsformular; dahinter natürlich ein Euro-Zeichen. Die Vorsitzende der „Kleinen Herzen“, Ira Thorsting: „Das ist in der Tat ein tolles Weihnachtsgeschenk. Wir sind gerade dabei, die Finanzierung für ein Richtung weisendes neues Projekt zu sichern. Es geht darum, Ärzte und Pflegekräfte der Intensivstationen als Krisenbegleiter psychologisch zu schulen."

Willkommene finanzielle Hilfe also von denen, die ohnehin selbst ständig im karitativen Einsatz sind. Ruth Bolten führt einen straffen Arbeitsplan für die Helfer. Besuche bei den Patienten der Medizinischen Hochschule, Zeitungen bringen, als Gesprächspartner zur Verfügung stehen, trösten und beruhigen, den Wartenden in den verschiedenen Ambulanzen Getränke bringen, Kinder betreuen, wenn die Eltern einen Krankenbesuch „auf Station“ machen.

1978 rief Annemarie Reinig die Ehrenamtliche Krankenhaushilfe an der MHH ins Leben. Als Patientin hatte sie am eigenen Leibe erfahren, wie verloren man sich als Außenstehender im großen Krankenhausbetrieb fühlen kann. Inzwischen werden Neuankömmlinge schon am Eingang zum Bettenhaus freundlich begrüßt: „Guten Tag. Kann ich Ihnen helfen?“

Die rührigen Damen und Herren in den grünen Kitteln sind aber auch ständig in der Hochschule unterwegs, um sich auf dem Laufenden zu halten, um neue Aufgaben zu finden. So kamen sie vor ein paar Wochen auf Einladung von Ira Thorsting in die Klinik für Pädiatrische Kardiologie - und staunten nicht schlecht: eine helle und freundliche Stationsebene, gerade mit Hilfe von großen Spendensummen umgebaut, Eltern-Kind-Zimmer, Patientenküche, Eltern-Ruheraum und Spielzimmer. Alles vom Feinsten. Die „Kleinen Herzen“ engagieren sich hier seit zehn Jahren. Die Vorsitzende weiß auch schon, wo die Krankenhaushilfe tätig werden könnte: „Den Ruheraum haben wir mit bequemen Sesseln, angenehmem Licht und einer kleinen Pantry eingerichtet, damit die Eltern der herzkranken Kinder sich zurückziehen, einfach runter kommen, vielleicht einen Tee oder Kaffee trinken können. Es wäre gut, wenn da einfach jemand wäre, der ihnen eine Hand reicht. Und im Spielzimmer gibt es ohnehin immer etwas zu tun.“

Zwei karitative Organisationen, die sich mit viel Energie für die Medizinische Hochschule Hannover und ihre Patienten einsetzen. Besonders freute sich Ira Thorsting über die Grüße von Ruth Bolten: „Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins neue Jahr 2016 und weiterhin so viel Kraft für Ihre wichtige Arbeit in der Unterstützung herzkranker Kinder.“

Dr. Michael Sasse (Bildmitte), Leitender Oberarzt der Kinderintensivstation der
Medizinischen Hochschule Hannover, erklärte den "Grünen Damen und Herren"
der MHH die Herz-Lungen-Rettung. "Eine wichtige Aktion, die wir im kommenden
Mai wiederholen werden", betont Ira Thorsting (li.), Vorsitzende der "Kleinen Herzen Hannover".


Hannover, 18.12.2015
Fleißige Plätzchenbäcker
Weihnachtliche Spendenaktion lässt Kinderherzen höher schlagen

Funda Kuntay, Inhaberin des Lister Restaurants Pera, und Michael Höntsch, SPD-Landtagsabgeordneter aus Hannover-Mitte, sorgten für eine vorweihnachtliche Bescherung: Sie konnten dem gemeinnützigen Verein „Kleine Herzen Hannover“ einen Scheck über 620 Euro überreichen. In den Wochen zuvor hatten viele Menschen aus der List leckere Weihnachtsplätzchen gebacken, die anschließend im Pera verkauft wurden. „Über 250 Tütchen haben wir verkauft. Eine großartige Zahl“, freute sich die Gastronomin. Auch Mitinitiator Michael Höntsch zeigte sich vom Engagement der fleißigen Bäckerinnen und Bäcker begeistert: „Wir brauchten nicht lange suchen, um im Freundes- und Bekanntenkreis viele helfende Hände zu finden“, berichtete der örtliche Landtagsabgeordnete. Dies zeige, wie aus einer kleinen Idee eine Aktion mit beachtlicher Wirkung entstehen kann.

Groß war auch die Freude bei Ira Thorsting, der Vorsitzenden des Vereins „Kleine Herzen Hannover“, der sich ehrenamtlich für herzkranke Kinder an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und deren Familien stark macht: „Wir freuen uns natürlich sehr und danken vielmals für das tolle Engagement.“ Neben der finanziellen Unterstützung des Umbaus der Herzkind-Stationen an der MHH hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, die psychologische und soziale Betreuung der kleinen Patientinnen und Patienten sowie ihrer Familien sicherzustellen. Das neueste Projekt: Ärzte und Pflegekräfte werden zu Krisenbegleitern weitergebildet, um auch in schlimmen Momenten die Angehörigen von Patientinnen und Patienten trösten und beruhigen zu können.

Im wahrsten Sinne ist der Erlös aus dem Keksverkauf also ein besonderes Weihnachtsgeschenk, das viele Herzen erfreut.

Die fleißigen Bäckerinnen und Bäcker bei der Scheckübergabe. In der Mitte: Michael
Höntsch, SPD-Landtagsabgeordneter aus Hannover-Mitte, Ira Thorsting, Vorsitzende
der "Kleinen Herzen Hannover e.V., und Funda Kuntay, Inhaberin des Lister Restaurants Pera.

Foto: Wilfred Feege


Hannover, 17.12.2015
Schenken macht glücklich - besonders zur Weihnachtszeit
proWIN-Team spendet für "Kleine Herzen Hannover"

Passend zur Vorweihnachtszeit hat das proWIN Team von Ellen und Frank Erkelenz Christkind gespielt und 3.000 Euro an den Verein Kleine Herzen Hannover übergeben. Das Team aus Königslutter, Springe und Hannover überreichten den Spendenscheck der Vereinsvorsitzenden Ira Thorsting und Dr. Michael Sasse, Leitender Oberarzt der Kinderintensivstation der Medizinischen Hochschule Hannover. Dr. Sasse erklärte dem pronWIN-Team während einer Besichtigung der MHH-Kinderintensivstation, wofür die Spendengelder zum größten Teil eingesetzt werden. Das proWIN-Team unterstützt bereits zum zweiten Mal den Verein „Kleine Herzen Hannover“, der sich in der MHH für die Einrichtung von Mutter-Kind-Zimmern und Ruheräumen einsetzt, der einen Dolmetscherdienst, Kunst- und Sporttherapie, soziale und psychologische Betreuung finanziert. Das neueste Projekt: Ärzte und Pflegekräfte werden zu Krisenbegleitern weitergebildet, um auch in schlimmen Momenten die Angehörigen von Patientinnen und Patienten trösten und beruhigen zu können.

Getreu dem Motto „Schenken macht glücklich“, hatte der Chef des Direktvertriebsunternehmens Ingolf Winter seine Mitarbeiter zu dieser Charity-Challenge eingeladen. Sie bildete die sogenannten „ChariTeams 2015“. Das Besondere daran: Der in der zweiten Jahreshälfte ausgerufene Wettbewerb förderte sowohl die Gruppendynamik als auch Zielstrebigkeit. Um den Mannschaftsgeist innerhalb der Teilnehmer anzuspornen, traten die Teams für ihr Kinderhilfsprojekt gegen andere angemeldete Strukturen an. Das Team um Ellen und Frank Erkelenz legte sich während des Wettbewerbszeitraums für seine Herzensangelegenheit so richtig ins Zeug. "Am Ende hatten sich die Bemühungen mehr als gelohnt, und umso größer war die Freude über die Möglichkeit, bedürftigen Kindern ein Lächeln zu schenken," betont Ellen Erkelenz bei der Spendenscheckübergabe in der Medizinischen Hochschule Hannover.

Spendenübergabe in der Kinderherzklinik der Medizinischen Hochschule Hannover:
Ellen Erkelenz (li.), proWIN Vertriebsleitung II, und ihr Team überreichen den großen
Scheck an Ira Thorsting (re.), Vorsitzende "Kleine Herzen Hannover e.V.", an
Dr. Michael Sasse (2.v. re.), Leitender Oberarzt der Kinderintensivstation der MHH,
und an seine Kollegin Dr. Kristin Becker.

Foto: Wilfred Feege


Hannover, 13.12.2015
Advent, Advent - die Hütte brennt!

Rockige Weihnachtsfeier für herzkranke Kinder in der Medizinischen Hochschule Hannover

Auf diesen Termin bereitet sich Piano-Rocker Andy Lee besonders vor: Für seinen vor- weihnachtlichen Benefiz-Auftritt in der Klinik für Pädiatrische Kardiologie der MHH stellt er jedes Jahr wieder ein ganz eigenes Programm zusammen, bei dem die „Jingle Bells“ in ungewohnt heftige Schwingungen geraten und das Publikum augenzwinkernd daran erinnert wird, dass der Weihnachtsmann seltsamerweise „Daddy“ immer so ähnlich sehe. Das Publikum hielt es jedenfalls kaum auf seinen Plätzen im frisch und bunt hergerichteten Vorraum der Stationsebene. Sogar ein paar Ärzte und Pflegekräfte schauten vorbei.

Andy Lee – verstärkt durch seine ganze Familie – unterstützt seit Jahren den Verein „Kleine Herzen Hannover“, der sich für die Unterbringung und Betreuung von herzkranken jungen Menschen und ihren Angehörigen in der MHH einsetzt. Auch diesmal hatte er wieder einen Spendenscheck mitgebracht: 300 Euro, die er bei einem Konzert eingesammelt hatte. Eine ähnliche Summe kam von der Design-Agentur „Grüner Bereich“, deren Chefin Silke Rothenburger sich ebenfalls begeistert davon zeigte, wie viel bürgerliches Engagement im staatlichen Gesundheitsbetrieb erreichen kann. Ira Thorsting, Vorsitzende der „Kleinen Herzen“, hatte allen Grund zur Freude: „Für uns ist heute schon Bescherung.“

Zusammen mit Kai Oppenborn von der „Calenberger Backstube“ ging Ira Thorsting nach dem Konzert von einem Patientenzimmer zum nächsten: Der Unternehmer – natürlich auch ein engagierter Unterstützer – hatte eine riesige Zahl von Lebkuchen-Herzen mitgebracht, die weihnachtlichen Duft an jedes Bett trugen.

Pianorocker Andy Lee spielte am 3. Adventssonntag in der Kinderherzklinik der
Medizinischen Hochschule Hannover rockige Weihnachtslieder, und Tochter Leni
trug gemeinsam mit ihrem Bruder Leeron ein lustiges Weihnachtsgedicht vor.

Nach dem rockigen Weihnachtskonzert übergab Pianorocker Andy Lee einen Spenden-
scheck an den Verein "Kleine Herzen Hannover". Über die Summe von 300 Euro freut
sich die Vereinsvorsitzende Ira Thorsting, die die beiden Kinder vom Musiker auf seinem
1.000. Konzert im letzten Oktober im Isernhagenhof sammelten.

Leckere Überraschung zur rockigen Weihnachtsfeier in der Kinderherzklinik der
Medizinischen Hochschule Hannover: Viele wunderbar duftende Lebkuchen-Herzen
hatte Kai Oppenborn (li.) von der "Calenberger Backstube" mitgebracht.

Noch ein Spendenscheck: Silke Rothenburger (re.) überreicht der Vereinsvorsitzen-
den Ira Thorsting einen Spendenscheck von der Agentur "Grüner Bereich". Sie
sammelten auf ihrer diesjährigen Weihnachtsfeier 332 Euro für die Vereinsprojekte
der "Kleinen Herzen".

[Fotos: Wilfred Feege]

:: Unser Video zur Veranstaltung


Hannover, 24.11.2015
Spielen mit „therapeutischer“ Wirkung
Verein „Kleine Herzen“ übergibt neues Spielzimmer in der MHH-Kinderherzklinik

Wenn herzkranke Kinder Tage, oft Wochen oder sogar Monate im Krankenhaus zubringen, immer neue Untersuchungen über sich ergehen lassen müssen, auf eine Diagnose warten, dann ist Ablenkung wichtig. Farbe! Fröhlichkeit! Es war also klar, dass bei der Neugestaltung der Kardio-Ebene 68 in der MHH-Kinderherzklinik nicht nur Eltern-Kind-Zimmer, eine Patientenküche, ein Eltern-Ruheraum und neue Untersuchungsräume entstehen sollten; auch das bestehende und inzwischen arg heruntergekommene Spielzimmer musste umgestaltet werden. Der Verein „Kleine Herzen Hannover“, der allein in diesem Jahr mehr als 200.000 Euro in den Umbau der Stationen gesteckt hat, fand Geldgeber für das neue Sonderprojekt: Die Mitarbeiter der Vereinigten Hannoverschen Versicherung VHV spendeten den Erlös einer Weihnachts-Sammelaktion: 5.000 Euro. Das Naturkosmetik-Unternehmen LOGOCOS verkaufte Wundertüten: 3.000 Euro. Die „Calenberger Backstube“ verkaufte auf dem Jahresempfang in Pattensen Laugenbrezeln, und viele Mitarbeiter spendeten den Gegenwert einer Arbeitsstunde: 2.200 Euro. Damit war der größte Teil der Umbaukosten zusammen.

Ira Thorsting von den „Kleinen Herzen“ wies bei einer kleinen Feier auf die besondere Leistung der Architekten Frank Schonhoff und Robert Wiese hin, die dem einst tristen Raum mit frischen Farben und pfiffigen Ideen ein ganz neues Gesicht gegeben haben. Besonders wichtig war es, auch für die Eltern Sitzmöglichkeiten zu schaffen; das gelang mit gepolsterten Bänken entlang der Wände, die zugleich viel Stauraum bieten. Der ist nämlich nötig: Die Buchhandlung Hugendubel stiftete Lesestoff und Gesellschaftsspiele. LEGO, Playmobil und Siku schickten Pakete mit Bausteinen und Modellautos.

Auch Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Direktor der MHH-Kinderherzklinik, mischte sich fröhlich unter die Gäste der Feier. Er machte darauf aufmerksam, wie wichtig Spiel und Aktivität besonders nach einer Operation für die kleinen Patienten sind – auch aus medizinischer Sicht: Kreislauf und Atmung kommen wieder in Fahrt, selbst Infektionen können so verhindert werden. Und vor allem: Spaßhaben hilft bei der Genesung!


Swanette Zwafink (oben, 2. v. re.), Pflegedienstleitung der MHH-Kinderherzstation,
freut sich ebenso wie Prof. Dr. Philipp Beerbaum (oben, 2. v. li.), Direktor der Klinik
für Päd. Kardiologie und Päd. Intensivmedizin der MHH, über das neu gestaltete und
eingerichtete Spielzimmer auf der Kardio-68-Ebene und trafen sich mit den Sponsoren:
Klaus Auge (unten li.), VHV, Mandy Papenburg und Christina Jordan, LOGOCOS Natur-
kosmetik, Kai Oppenborn, Calenberger Backstube, Christine Fischer (oben, re.), VHV,
und Ira Thorsting (oben li.), Vorsitzende der "Kleinen Herzen Hannover".
Foto: MHH-Pressestelle, Fotografin Karin Kaiser.


Hannover, 10.10.2015
Tag des offenen Herzens
"Kleine Herzen Hannover" stellen Betreuungsprojekte in der MHH vor

Die Medizinische Hochschule Hannover hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen. Viele Bereiche der medizinischen Wissenschaft und der angeschlossenen Kliniken informierten über ihre Arbeit. Der Verein "Kleine Herzen Hannover" stellte sich besonders bunt und rasant vor: auf der einen Seite der Bereich von Kunsttherapeutin Anne Nissen, ständig von Gästen umlagert; an einem langen Tisch saßen Erwachsene wie Kinder und widmeten sich voller Freude, Ausdauer und Konzentration ihren Werken: Die Leinwände waren auf Rahmen in Herzform gespannt, und die Besucher ließen sich davon in unterschiedlichster Form inspirieren. Anne Nissen, die sich sonst in der MHH-Kinderklinik um kranke Kinder kümmert und im Auftrag der "Kleinen Herzen" auch allwöchentlich die Mütter der jungen Patienten betreut, war erstaunt: "Unglaublich, welche tollen Bilder hier entstanden sind."

Es gab aber auch andere Aktivitäten: Die "Kleinen Herzen" hatten eine mobile Anlage mitgebracht, die speziell für den Einsatz auf der Kinderherzstation entwickelt und gebaut wurde; mit Hilfe einer Spiele-Konsole werden die Patienten zum Beispiel nach einem Eingriff möglichst schnell wieder mobilisiert. Ira Thorsting, Vorsitzende der "Kleinen Herzen": "Wenn der Physiotherapeut am Krankenbett erscheint, dann heißt es oft 'Nö, keine Lust. Mir tut noch alles weh.' Und Therapie ist langweilig. Wenn es aber darum geht, virtuell einen Skihang runter zu rauschen und mit Gewichtsverlagerung durch Slalom-Tore zu steuern, dann machen die Kinder und Jugendlichen begeistert mit, ohne zu merken, dass ihnen da etwas abverlangt wird." - So kann der Gleichgewichtssinn verbessert werden, aber es werden auch einzelne Muskelgruppen und die Ausdauer trainiert. Zum Beispiel mit Tischtennis oder Paddeln. Für Erwachsene gibt es sogar einen Golfkurs, Stockfechten oder Bogenschießen. Hauptsache, es macht Spaß!

Keine Langeweile also beim Tag der Offenen Tür in der MHH! Als Ira Thorsting nach langem Einsatz und vielen Gesprächen ans Einpacken ging, wurde sie von ein paar Kindern angesprochen: "Seid ihr nächstes Jahr wieder hier? Dann kommen wir auch." - Ihre Mütter nickten eifrig dazu und packten ganz vorsichtig und stolz ihre selbst gemalten Herzbilder ein.


Hannover, 9.10.2015
Eine Stunde Arbeit für ein Lächeln

Bärchen, Mäuse, Frösche, Schildkröten und Gnome "tummeln" sich in dem großen Korb. Ihre Gemeinsamkeit: Alle tragen ein kuschelig weiches Herz auf dem Körper. Geschaffen hat sie Gudrun Beckmann; die strickt gerne, und sie macht Kinder gerne glücklich. Eine Stunde braucht sie für eines der kleinen Kunstwerke. Jetzt tauchte sie in der Kinderherzklinik der Medizinischen Hochschule Hannover auf und übergab 85 selbst gefertigten Trösterchen an Volker Radke vom Verein "Kleine Herzen Hannover". Die Vereinsvorsitzende, Ira Thorsting, war auch dabei. Sie bedankte sich bei Gudrun Beckmann mit der Kopie des Vereins-Logos als Scherenschnitt.

Sie freuen sich über viele zauberhafte Trösterchen für die MHH-Kinderherzstation
von Spenderin Gudrun Beckmann (2. v. li.): Volker Radke (li.), Schatzmeister
"Kleine Herzen Hannover", Dr. Dagmar Hohmann und Dr. Stephan Schoof von der
Kinderherzstation der Medizinischen Hochschule Hannover.


Hannover, 30.9.2015
Funktionell und modern – dank bürgerlichen Engagements
Neue Kardio-Ebene der MHH-Kinderherzklinik eröffnet

Von rechts: Stefan Schostok, Hannovers Oberbürgermeister, Hanns Werner Staude,
Vorsitzender Kinderherz Hannover, Ira Thorsting, Vorsitzende Kleine Herzen Hannover,
Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, Niedersächsische Wissenschaftsministerin, Prof. Dr. Philipp
Beerbaum, Klinikdirektor der MHH-Kinderherzklinik und -intensivstation, Dr. Alexander
Horke, MHH-Kinderherzchirurg.

Die Medizinische Hochschule Hannover gehört zu den führenden Zentren der Behandlung und Korrektur von angeborenen Herzfehlern in Deutschland. Nur an ihrem äußeren Erscheinungsbild war das lange Zeit nicht zu erkennen: Dunkle Gänge, überbelegte Patientenzimmer, kein Platz für die oft seelisch schwer belasteten Eltern der herzkranken Kinder und Jugendlichen.

Das ist Vergangenheit! Mit einer Feierstunde in Gegenwart der niedersächsischen Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic, von Landtags-Vizepräsident Klaus-Peter Bachmann und Oberbürgermeister Stefan Schostok wurde am Mittag die neu gestaltete Stationsebene eröffnet: 16 Zimmer in freundlich hellen Farben, fast alle mit Dusche und WC, geeignet auch, um Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern aufzunehmen. Aber die Kinder stehen weiter im Mittelpunkt: Mütter bekommen ein eigenes Bett im Zimmer; es gibt ein Spielzimmer, eine familientaugliche Patientenküche und einen Eltern-Ruheraum. Prof. Philipp Beerbaum, Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin, schwärmt: „Mit den neuen Strukturen beschreiten wir einen neuen, einzigartigen Weg. Wir verwirklichen eine hervorragende Versorgung der kleinsten Patienten wie der Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern. Aber wir nehmen auch die Familien in den Blick.“

Die MHH hat, trotz leerer Kassen, eine Million Euro investiert, um die baulichen Voraussetzungen zu schaffen und die Technik auf den neuesten Stand zu bringen. Niedersachsens Wissenschaftsministerin lobte in ihrer Ansprache jedoch vor allem die ideelle und finanzielle Beteiligung der Vereine „Kleine Herzen Hannover“ und „Kinderherz“: „Zum Gesundwerden gehört mehr, als nur medizinisch versorgt zu werden. Kinder brauchen in einer solchen Situation ihre Eltern. Ich bin beeindruckt von dem außerordentlichen ehrenamtlichen Engagement, das die Vereine hier an den Tag legen. Durch ihren unermüdlichen Einsatz haben sie es geschafft, einen beachtlichen Teil der Umbaukosten zu tragen.“

Mit mehr als 200.000 Euro hat sich jeder der beiden Vereine an der Neueinrichtung beteiligt. Ira Thorsting, Vorsitzende der „Kleinen Herzen“, in ihrer Eröffnungsrede: „Wir werden oft gefragt, woher unser Engagement kommt, warum wir das, was wir für nötig halten, nicht einfach dem Staat überlassen. Wir sagen dann, dass genau diese Klinik es einfach wert ist. Das ist aber nicht alles. In Amerika zum Beispiel würde niemand auf die Idee kommen, den Sinn von bürgerlichem Engagement anzuzweifeln. Und selbst hier in Deutschland: Würde irgend jemand die Freiwillige Feuerwehr in Frage stellen?“

Welche Bedeutung die Kinderkardiologie in Deutschland hat, betonte die Geschäftsführerin des Bundesverbandes Herzkranke Kinder, Hermine Nock, zuvor auf einem Symposium der MHH: „Unser Motto ist 'herzkrank geboren – ein lebenslanger Weg'. In Deutschland leben mindestens 150.000-200.000 Erwachsene und mehr als 120.000 Kinder mit angeborenem Herzfehler.“

Für die „Kleinen Herzen“ sind mit der Eröffnung der umgebauten Stationen denn auch noch längst nicht alle Ziele erreicht. Der Verein stellt die Mittel für soziale und psychologische Betreuung zur Verfügung, kümmert sich um Kunst- und Sporttherapie und ermöglicht einen Dolmetscher-Dienst für Patienten mit Migrationshintergrund. Das neueste Projekt: Ärzte und Krankenschwestern der Kinderintensivstation sollen zu Krisenbegleitern ausgebildet werden, um betroffenen Familien auch in schwersten Situationen einfühlsam helfen zu können.

:: Pressemeldung der MHH
:: SAT1-Bericht
:: Radio LeineHertz vom 30.9.2015, Interview mit Ira Thorsting, Vorsitzende "Kleine Herzen Hannover e.V.", zur Eröffnung der Kardio-68-Ebene

:: Video vom Eröffnungstag

:: Pressespiegel


Sehnde, 29.9.2015
Ein Freund ist gegangen
Zum Tode von Bernd Strauch

In den letzten anderthalb Jahren war ein persönlicher Kontakt nicht mehr möglich. Zu schwer war die Erkrankung von Bernd Strauch. Aber die Verbundenheit zu unserem Ehrenmitglied blieb.

Im April 2014 – wenige Tage, bevor seine Krankheit öffentlich bekannt wurde – trafen wir den 1. Bürgermeister noch einmal in seinem Büro im Rathaus. Da war die alte Herzlichkeit, das Interesse an unserer karitativen Arbeit, in der er uns so lange mit Rat und Tat unterstützt hatte. Aber sein Büro war schon weitgehend leer. Er wusste wohl, was auf ihn zu kam.

Erinnerungen: Im Februar 2011 fand im Jazz Club Hannover ein Konzert zugunsten des damals noch ziemlich unbekannten Vereins „Kleine Herzen“ statt. Bernd Strauch, zugleich Vorsitzender des Jazz Clubs, hatte uns die Türen geöffnet; er hatte auch einige Musiker zum Mitmachen bewegt, und als unser Mitglied, der Komponist und Texter Ralf Grabowski, seinen zu Herzen gehenden „Kleine Herzen-Song“ anstimmte, saß Bernd hinter dem Schlagzeug. Seine weißen Haare waren im ganzen Club zu sehen, sein fröhliches Lachen begleitete uns nicht nur an diesem Abend.

Wann immer die „Kleinen Herzen“ eine Veranstaltung planten – Bernd war dabei. Auch, als wir – unterstützt von der ÜSTRA und der Landbäckerei Bosselmann – mit einer historischen Straßenbahn und in Begleitung von herzkranken Kindern und ihren Eltern, von Freunden und Förderern durch Hannover fuhren. Er kam auch, als Kinder der Grundschule Ronnenberg in der MHH-Kinderklinik Unterricht in Wiederbelebung bekamen, etwas über angeborene Herzfehler erfuhren.

Er liebte Kinder, er liebte die Musik, er liebte jede Form von Menschlichkeit und Engagement. Er liebte das Leben.

Bernd Strauch wird unser Ehrenmitglied bleiben. Sein Tod macht uns unendlich traurig, aber er hat – menschlich wie musikalisch – Schwingungen hinterlassen. Ein gewisses Fingerschnippen, ein gewisses Fußwippen, einen Takt, der sehr an einen Herzschlag erinnert.

Unsere Video-Erinnerungen an Bernd Strauch:

https://youtu.be/QxOexIwv_-Y
https://youtu.be/dXCrACCgZKk
https://youtu.be/Nlhipma5yqA
https://youtu.be/g0CxR8K_P5g
https://youtu.be/muP9HMvmviM
https://youtu.be/seybmZ7YQ-o
https://youtu.be/fzanL9rikr4


Hannover, 21.9.2015
Küchengespräche
LOGOCOS Naturkosmetik spendet 8.917 Euro für neue Kinder-Herzstation

Wo treffen sich alte Bekannte zum freundschaftlichen Gespräch? Gerne am Küchentisch! Inka Behnsen (links) war schon mehrmals in der Klinik für Kinderkardiologie der Medizinischen Hochschule, um Ira Thorsting vom Verein „Kleine Herzen Hannover“ im Namen des Naturkosmetik-Unternehmens LOGOCOS einen Spendenscheck zu übergeben. Diesmal standen 8.917 Euro auf dem überdimensionalen Scheck, willkommene Ausbeute aus vielen LOGOCOS-Aktionen: Im Werksverkauf, auf Messen und sogar auf der Rennbahn hatte Inka Behnsen innerhalb eines Jahres Tausende von Wundertüten mit den Produkten der LOGOCOS-Marken verkauft. Drei Euro vom Erlös waren jeweils für die „Kleinen Herzen“ bestimmt, die sich für eine noch bessere Betreuung von herzkranken jungen Menschen in der MHH engagieren. Über die Spendensumme staunte auch Prof. Philipp Beerbaum, der Direktor der Kinderherzklinik. Und Inka Behnsen staunte ebenfalls - über besagte Küche nämlich, die den Patienten und den begleitenden Eltern als heller und freundlicher Treffpunkt zur Verfügung stehen wird. LOGOCOS hat daran einen erheblichen Anteil. Insgesamt wurden mithilfe von Spenden zwei Stationen mit Eltern-Kind-Zimmern, Ruhe-, Spiel- und Behandlungsräumen neu eingerichtet. Die große Eröffnungsfeier wird am 30. September stattfinden. Dann wird auch Inka Behnsen wieder dabei sein, doch schon jetzt kündigte sie an, dass sich das Unternehmen LOGOCOS weiter für die Projekte der „Kleinen Herzen“ einsetzen will.

Die LOGOCOS Naturkosmetik AG ist seit ihrer Gründung vor über 37 Jahren sozial und nachhaltig engagiert. Neben zahlreichen internationalen Aktivitäten liegen dem Traditionsunternehmen aus Salzhemmendorf auch regionale Projekte am Herzen: Mit den Naturkosmetikmarken LOGONA, SANTE, Heliotrop und FITNE ist LOGOCOS unter anderem für den Projekt-Verein „Kleine Herzen Hannover e.V. - Hilfe für kranke Kinderherzen“ aktiv. „Kleine Herzen" sorgen für eine Verbesserung der psychischen und sozialen Betreuung von jungen Herzpatienten an der Medizinischen Hochschule Hannover.

:: Video vom Werksverkauf bei LOGOCOS Naturkosmetik in Salzhemmendorf


Hannover, 9.9.2015
Ein toller "Bärendienst"
Mitarbeiter der Conti verkaufen Kuscheltiere für die gute Sache

Treffen in Hannover-Stöcken: Claudia Staudt (re. im Bild) von der Abteilung Technology Communications der Continental Reifen Deutschland GmbH hat einen bunten Spendenscheck mit vielen Teddybären mitgebracht. Und mit einer Zahl: 500 Euro gehen an den Verein "Kleine Herzen Hannover", der sich für die bessere Unterbringung und Betreuung von jungen Menschen mit angeborenem Herzfehler in der Medizinischen Hochschule engagiert. Ira Thorsting, Vorsitzende des rührigen Projektvereins, schwärmt von den beiden Stationen, die gerade neu eingerichtet werden - mit Eltern-Kind- und Familienzimmern, einem Eltern-Ruheraum, Patientenküche und Spielzimmer. Da kommt die Spende der Conti-Mitarbeiter gerade recht. Sie haben Werbematerial, das bei Aktionen ihres Unternehmens übrig geblieben ist, zugunsten karitativer Organisationen verkauft. Unter anderem eben besagte Teddys.


Spenden, die das Herz berühren!
Helfer in seelischer Not

Kinder-Intensivstation der MHH bildet Mitarbeiter zu Krisenbegleitern aus

:: Artikel in den ZKN-Mitteilungen auf Seite 336


Hannover, 6. Juli 2015
Charity heißt Hilfe
proWIN Winter GmbH unterstützt "Kleine Herzen Hannover"

Bürgerliches Engagement verdient und braucht Unterstützung. Zum Beispiel durch finanzstarke Firmen, die es sich leisten können, eigene Spendenaktionen zu initiieren. Beispiel: die proWIN Winter GmbH, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Aus diesem Anlass fanden vom 22. bis 29. April überall, wo das Direktvertriebsunternehmen tätig ist, so genannte Charity-Parties statt. Der gesamte Wert der Bestellungen an Reinigungs- und Wellness-Produkten sollte Kindern in Not zugute kommen. Auch die Kundenberaterinnen aus Hannover und Umgebung verzichteten auf ihre Umsatzprovisionen und durften dafür mit entscheiden, wohin das gesammelte Geld fließen sollte. Da traf es sich, dass der Mann von Vertriebsleiterin Ellen Erkelenz als Techniker in der Medizinischen Hochschule Hannover arbeitet. Er machte sie auf den Verein „Kleine Herzen Hannover" aufmerksam, der sich für die Betreuung und Unterbringung von jungen Menschen mit angeborenem Herzfehler und deren Familien einsetzt. Ellen Erkelenz: „Wir haben während dieser Woche drei Charity-Parties veranstaltet. Es hat uns natürlich zusätzlich motiviert zu wissen, dass wir mit unserem Engagement dieses soziale Projekt unterstützen.“

Mit einem großen Scheck über 788,05 Euro aus der Hilfsaktion von proWIN kamen Ellen und Frank Erkelenz sowie zwei Kolleginnen in die Kinderklinik der MHH, wo die Vorsitzende des Vereins, Ira Thorsting, sie begrüßte. Der Leitende Oberarzt der Kinderintensivstation der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Dr. Michael Sasse, demonstrierte auf einem Rundgang, was private Hilfe bewirken kann: Die „Kleinen Herzen“ haben nicht nur dafür gesorgt, dass die Eltern der jungen Patienten einen Ruheraum haben; die ganze Station strahlt in fröhlichen Farben, und ein externer Psychologe hilft den Ärzten und Krankenschwestern, ihren belastenden Dienst zu verarbeiten. Künftig werden die Mitarbeiter sogar selbst psychologisch geschult, um die Patienteneltern als Kriseninterventionshelfer besser unterstützen zu können.

Fazit: Jeder Cent zählt. Das sahen auch die Gäste so. Aus der eigenen Tasche rundeten Ellen und Frank Erkelenz die Spendensumme von proWIN auf 1.000 Euro auf.

Spendenkonto:
Kleine Herzen Hannover e.V.
Sparkasse Hannover
Stichwort "Kriseninterventionshelfer"
IBAN DE82 2505 0180 0900 4504 01 | BIC SPKHDE2HXXX



Ellen (3. v. li.) und Frank (2. v. li.) Erkelenz und ihre Kolleginnen von der proWIN
GmbH aus Hannover überreichen einen Spendenscheck für das neue Projekt der
"Kleinen Herzen": Kriseninterventionshelfer auf der Kinderintensivstation der MHH.
Dr. Michael Sasse (li.), Leitender Oberarzt der Kinderintensivstation der MHH, freut
sich ebenso über den Spendenscheck wie die Vereinsvorsitzende Ira Thorsting (re.).
Als Dankeschön erhält Ellen Erkelenz ein Scherenschnittbild vom Vereinslogo der
"Kleinen Herzen".


Hannover, 13. Juni 2015
"Kleine Herzen" beim Tag der Bundeswehr 2015

Die Schule für Feldjäger und Stabsdienst in Hannover war einer der Austragungsorte des Tages der Bundeswehr 2015. 6.000 Besucherinnen und Besucher kamen in die Emmich-Cambrai-Kaserne, um unter anderem die Rede von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen zu hören. Auch "Stephan und Stefan", Niedersachsens Ministerpräsident Weil und Hannovers Oberbürgermeister Schostok waren da. Zusammen mit dem Kommandeur der Feldjäger, Brigadegeneral Udo Schnittker, lieferten sie sich am Informationsstand des Vereins "Kleine Herzen Hannover" ein fröhliches Turnier an der Mini-Tischtennisplatte. Unter dem Symbol der schützenden Hände engagieren sich die "Kleinen Herzen" für die Betreuung von Menschen mit angeborenem Herzfehler in der Medizinischen Hochschule Hannover. lieferten sie sich am Informationsstand des Vereins "Kleine Herzen Hannover" ein fröhliches Turnier an der Mini-Tischtennisplatte. Unter dem Symbol der schützenden Hände engagieren sich die "Kleinen Herzen" für die Betreuung von Menschen mit angeborenem Herzfehler in der Medizinischen Hochschule Hannover.

:: Video


Hannover, 11. Mai 2015
Sehen, wohin die Spenden fließen!

Dr. Michael Sereny von der Zahnärztekammer Niedersachsen besucht die Kinderkardiologie der Medizinischen Hochschule Hannover

Dr. Michael Sereny steht staunend auf dem Flur der gerade erst umgebauten Station 68 B in der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover: helle Wände mit bunten Schattenbildern spielender Kinder, angenehmes Licht, breite Türen zu den Patientenzimmern. Überall angenehme Farben und genug Platz, um auch die Mütter der herzkranken Kinder aufnehmen zu können. Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin, beschreibt, wie wichtig die Einbeziehung der Eltern in den Pflege-Alltag ist. Und er betont, dass die Umgestaltung der Station nur durch die Unterstützung der Vereine „Kleine Herzen Hannover“ und „Kinderherz Hannover“ möglich war. Insgesamt 400.000 Euro aus Spendenmitteln haben die Medizinische Hochschule zu eigenen Investitionen veranlasst: Jedes Patientenzimmer der Kinderherzklinik hat jetzt zum Beispiel eine eigene Toilette und Dusche; bis September soll auch ein Eltern-Ruheraum entstehen, in den sich Mutter und Vater zurückziehen können, wenn die seelische Belastung zu groß wird; selbst die Untersuchungsräume werden „angstfrei“ gestaltet, um den jungen Patienten die Zeit in der Klinik so angenehm wie möglich zu machen: Ira Thorsting, Vorsitzende der „Kleinen Herzen“: „Die Kinder kommen, entsprechend ihrer gesundheitlichen Belastung, immer wieder hierher, und manche fragen schon vorher, ob sie diesmal in dem Zimmer mit den Wolkenbildern an der Decke oder mit den fröhlichen Fischen liegen dürfen. In dieser Klinik wird Kinderherzmedizin und -chirurgie von Weltrang praktiziert. Da muss aber auch die Umgebung passen, in der die Patienten und ihre Eltern untergebracht werden.“ - Dazu gehört auch eine intensive Hilfestellung durch Psychologen und eine Sozialbetreuerin, die ebenfalls durch Spenden finanziert werden, ebenso wie der Einsatz von Dolmetschern in über 50 Sprachen.

Dr. Sereny hat die Arbeit der „Kleinen Herzen“ schon seit Jahren beobachtet, und auch diesmal ist er nicht mit leeren Händen gekommen: Ein Scheck über 1.500 Euro von der Zahnärztekammer Niedersachsen wechselt den Besitzer. "Eine wunderbare Summe für unsere vielen Vereinsprojekte in der MHH-Kinderherzklinik und Kinderintensivstation", betont Ira Thorsting. Und weiter: "Unser Sohn wurde mehrfach in Hannover wegen seines angeborenen Herzfehlers operiert. Wir wissen, was für die Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen nötig ist, und mit unserer ehrenamtlichen Arbeit sagen wir Dankeschön.“

Zum Beispiel auf der Intensivstation: Dort haben die „Kleinen Herzen“ nicht nur einen Rückzugsraum eingerichtet, in dem die Patienteneltern warten, ausruhen, essen, sogar schlafen können. Sie finanzieren auch den Einsatz eines Psychologen, der den Krankenschwestern und Ärzten hilft, mit den schlimmen Erlebnissen ihres Dienstes fertig zu werden. Diese Ärzte und Pflegekräfte sollen künftig sogar selbst seelische Hilfe bieten können - in Situationen, die sie bisher überforderten: wenn Eltern nämlich nicht akzeptieren wollen, dass ihrem Kind nicht mehr zu helfen ist. Dann kommt neben der Verzweiflung auch die Wut. Mitarbeiter der Intensivstation sollen deshalb als Krisenbegleiter ausgebildet werden, ähnlich den Spezialisten, die Polizei und Feuerwehr nach besonders schweren Unfällen unterstützen. Die Grundfinanzierung übernehmen die „Kleinen Herzen“, aber das System der Hilfe soll in den nächsten drei Jahren auf jene 43 norddeutschen Kliniken ausgedehnt werden, die einem Pädiatrischen Intensiv Netzwerk unter Führung der MHH angeschlossen sind. Dafür sind 170.000 Euro nötig, die möglichst schnell durch Spenden zusammenkommen sollen.



Dr. Michael Sereny (re.) von der Zahnärztekammer Niedersachsen übergibt Ira
Thorsting, Vereinsvorsitzende "Kleine Herzen Hannover", und Dr. Christoph Happel,
Päd. Kardiologie und Päd. Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover,
einen Spendenscheck über 1.500 Euro.

:: Pressespiegel


Hannover, 27. Juni 2015
Kleine Herzen – sturmerprobt

Kinderklinik feiert den 50. Geburtstag der MHH mit Sommerfest

Wenn ein Sommerfest angekündigt ist, erwartet man Wärme, Sonne, linde Lüfte. Mit Sorge beobachtete Ira Thorsting deshalb die Wettervorhersagen für den 27. Juni 2015, den Tag des traditionellen Hoffestes in der MHH-Kinderklinik. Regen, sogar Gewitter waren angekündigt. Das stellte vieles in Frage. Der Verein „Kleine Herzen Hannover“ wollte nicht nur über seine neuesten Aktivitäten informieren, sondern ein bedeutendes Projekt „in Farbe“ darstellen: Kunsttherapeutin Anne Nissen, die seit Jahren eine wichtige Rolle bei der Betreuung der Eltern von kranken Kindern spielt, war engagiert worden, um mit kleinen und großen Gästen zu malen. Auch Sozialbetreuerin Nilgün Kimil, deren Stelle ebenfalls von den „Kleinen Herzen“ finanziert wird, hatte ihr Kommen zugesagt.

Doch dann die zweite böse Überraschung: Das Zelt, das für den Verein aufgestellt sein sollte, war über Nacht geklaut worden! Aber so leicht lässt sich die Vereinsvorsitzende nicht entmutigen! Innerhalb von Minuten hatte Ira Thorsting einen neuen Standort ausgemacht. Auf dem Flur der kinderkardiologischen Ambulanz war Platz genug, und die Nähe zu den Demonstrationen von Ultraschall, Herzkatheter und Blutdruckmessung passte durchaus ins Konzept. Kinder, die dort mitmachten, sollten ohnehin von den „Kleinen Herzen“ ein blinkendes kleines Herz als Anstecker bekommen. Na bitte! Tische und Stühle wurden aufgebaut, auch der Informationsstand hatte schon seinen Platz.

Aber dann kam Anne Nissen! Künstler haben ja bekanntlich ihren eigenen Kopf. Nein, hier gefiel es ihr nicht! Also: Umzug in die Nähe des Innenhofes, wo sich die Hauptaktivitäten des Festes abspielen sollten. Auch da gab es ein weidlich wettergeschütztes Eckchen. Während noch diskutiert wurde, was wo aufgestellt werden könne, tauchte eine Mitarbeiterin der MHH-Spieloase auf, der das Verschwinden des Zeltes keine Ruhe gelassen hatte. „Ach, übrigens....“ - Sie habe da einen Bekannten, und der besitze auch einen großen Pavillon, der jetzt für die „Kleinen Herzen“ aufgestellt werde. Am von Anfang an vorgesehenen Ort!

Zweiter Umzug. Tolle Umgebung! Auf der einen Seite die Aktivitäten der Rollstuhl-Sportler, auf der anderen die Demonstration von Wiederbelebungsmaßnahmen. Das passte! Bald füllte sich der Pavillon mit Kindern, die auf bereit gestellten Leinwänden tolle Bilder malten, während sich die Eltern über die laufende Einrichtung von Eltern-Kind-Zimmern, Ruhe- und Spielräumen, über Sporttherapie und Anderes berichten ließen. Ira Thorsting musste viel erklären. Besonders, als plötzlich die Wissenschaftsministerin des Landes Niedersachsen Gabriele Heinen-Kljajic und der Präsident der MHH, Prof. Dr. Christopher Baum, erschienen. Sie interessierten sich besonders für „Krisenintervention auf Kinderintensivstationen“, eine Idee der „Kleinen Herzen“, für die der Verein schon mehr als 50.000 Euro bereitgestellt hat. In den nächsten Jahren sollen Ärzte und Krankenschwestern aus 43 Kliniken in Norddeutschland unter Führung der MHH lernen, wie sie besser auf Verzweiflung und Trauer von Patienteneltern eingehen können. Auch Studenten der MHH können an den Kursen teilnehmen.

Die Ministerin und der Hochschulpräsident hatten ihren Besuch bei den „Kleinen Herzen“ perfekt getimt. Sobald sie nämlich weitergegangen waren, brach der schon befürchtete Sturm mit einem gehörigen Platzregen aus. Aber da hatten die Informationen des Vereins ja schon ihre wichtigsten Adressaten erreicht!



Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (2. v. li.), MHH-Präsident
Prof. Dr. Christopher Baum und Prof. Dr. Dieter Haffner, Klinik für Pädiatrische Nieren-,
Leber- und Stoffwechselerkrankungen, informierten sich bei Ira Thorsting von den
"Kleinen Herzen" über die Vereinsprojekte. Kunsttherapeutin Anne Nissen und
Sozialbetreuerin Dr. Nilgün Kimil berichteten den Gästen über ihren Einsatz auf den
Kinderherzstationen in der MHH.



Henning Hofmann, Ratsherr und Bezirksbürgermeister Hannover Kleefeld/Buchholz,
hat sich besonders über das neue Vereinsprojekt der "Kleinen Herzen" informiert:
Kriseninterventionshelfer auf der Kinderintensivstation der Medizinischen Hochschule
Hannover.

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Sportlich fit sind beide: Dr. Michael Sasse (li.), Ltd. Oberarzt der Kinderintensivstation
der MHH, und Hennig Hofmann, Ratsherr und Bezirksbürgermeister Hannover
Kleefeld/Buchholz.



Die Großeltern Renate und Wilfried Blanke aus Pattensen freuen sich über das
Kunstwerk ihrer Enkeltochter Marta, das am Stand der "Kleinen Herzen" bei
Kunsttherapeutin Anne Nissen angefertigt hat. Seit Jahren unterstützt das Ehepaar
Blanke die "Kleinen Herzen" als Fördermitglieder.



Franziska Peter (li.) und Jana Steinbrenner besuchten auf dem Kinderfest die
"Kleinen Herzen" und Dr. Michael Sasse, Ltd. Oberarzt der Kinderintensivstation der MHH.
Gemeinsam mit ihren Azubi-Kollegen von der Deutschen Bank hat der Verein "Kleine Herzen"
und Dr. Sasse sowie mit Feuerwehr und Hauptbahnhof Hannover am 5. Mai zum
"Tag des herzkranken Kindes" auf dem Bahnhofsvorplatz eine Herz-Lungen-Wiederbelebungs-
maßnahme demonstriert. "Leben retten kann jeder"! "Diese Aktion möchten wir gerne jedes
Jahr zum 5. Mai Auszubildenden erklären", betont die Vereinsvorsitzende der "Kleinen Herzen"
Ira Thorsting.

Weitere Informationen auch im MHH-Info auf Seite 50: :: PDF-Download
oder als :: Video



Herzkind Janne und ihr Vater Frederic Stolte kennen die Projekte der "Kleinen Herzen"
und die Kinderherzstation der MHH. Sie unterstützen den Verein - auch mit Spenden.


Extertal-Almena, 2. Juni 2015
Großes Herz für Kleine Herzen
Heimat- und Kulturverein Almena unterstützt herzkranke Kinder in der Medizinischen Hochschule Hannover

Almena gehört zu Extertal und liegt idyllisch zwischen bewaldeten Bergen im Lipper Land. Jedes Jahr im November findet hier ein traditioneller Herbstmarkt statt, für den sich die örtlichen Vereine schon lange im Voraus engagieren. Dörflicher Zusammenhalt trifft da auf soziales Engagement: Schon zum zweiten Mal ging der Erlös des rührigen Heimat- und Kulturvereins an den Verein "Kleine Herzen Hannover", der sich um die Betreuung von herzkranken Kindern und Jugendlichen in der Medizinischen Hochschule der Niedersachsen-Metropole kümmert. Andrea und Tobias Dubbert übergaben den Scheck mit 1.212 Euro am letzten Dienstag an die Vorsitzende der Kleinen Herzen, Ira Thorsting, kurz vor Beginn der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins im Dorfgemeinschaftshaus Extertal-Almena. Die Dubberts haben selbst eine herzkranke Tochter, die 2012 erfolgreich in der MHH operiert wurde, und waren die Initiatoren der Herbsttombola. Ira Thorsting war eigens nach Almena gekommen, um den Unterstützern und Spendern - allen voran dem Vorsitzenden des Heimat- und Kulturvereins, Dennis Brandt - zu danken und sie über die Projekte der Kleinen Herzen zu informieren. Ihr Motto: "Wir lassen die Kinder nicht allein... und die Eltern auch nicht". Im September werden gleich zwei Krankenstationen mit Eltern-Kind-Zimmern, Ruhe- und Spielzimmer fertig werden, für deren Umbau der Verein weit über 200.000 Euro beigesteuert hat. Ira Thorsting: "Das ist aber nur ein Teil unserer Aktivitäten. Wir finanzieren auch eine Sozialbetreuerin, eine Kunsttherapeutin für die betroffenen Familien und einen Psychologen, der sich um die besonders belasteten Mitarbeiter der Intensivstation kümmert. Wenn wir die Ärzte und Krankenschwestern unterstützen, kommt das ebenfalls den jungen Patienten zugute." Bestes Beispiel ist das neueste Projekt: Die Mitarbeiter der Intensivstation sollen als Kriseninterventionshelfer psychologisch geschult werden, um betroffenen Eltern auch in den schwersten Stunden besser beistehen zu können.



Andrea (re.) und Tobias Dubbert vom Heimat- und Kulturverein Almena übergaben
den Scheck mit 1.212 Euro an die Vorsitzende der Kleinen Herzen, Ira Thorsting.



Andrea (2. v. re.) und Tobias Dubbert (li.) sowie Dennis Brandt, Vorsitzender des
Heimat- und Kulturvereins Almena bei der Spendenübergabe im Dorfgemeinschaftshaus
in Extertal-Almena. Ira Thorsting, Vorsitzende der "Kleinen Herzen", bedankte sich für
die viele Unterstützung durch den rührigen Heimat- und Kulturverein.


Laatzen, 09.05. und 29.05.2015
Daumenkino im Leine-Center Laatzen
Muttertagsaktion zugunsten herzkranker Kinder in der MHH

Ein strahlend weißer Hintergrund, ein Haufen bunter Klamotten, eine Kamera – das Leine-Center wurde für einen Tag zum Filmstudio. Wer wollte, konnte als Darsteller mitmachen und das Ergebnis schon nach wenigen Minuten nach Hause tragen: im Kleinformat als lustiges Daumenkino. Das richtige Mitbringsel zum Muttertag. Eigentlich waren von der Aktion Kinder angesprochen, aber auch viele Erwachsene ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen. Edith Modrzejewski vom Management des Leine-Centers Laatzen „Anfangs genierten sich manche, sich vor den Augen aller Kunden zu verkleiden, aber als die Ersten sich überwunden hatten, wollten viele so ein Heftchen haben.“ – Kein Wunder: Wer von den „Großen“ hat nicht selbst als Kind so einen Zettelblock angefertigt und mit mehr oder weniger gelungenen Kritzeleien versehen, die beim schnellen Durchblättern ein ruckelndes Eigenleben entwickelten? Heute, mit Kamera und Computertechnik, ist das Ergebnis natürlich viel schöner.

Jeder „Darsteller“ war gebeten, zwei Euro für den Verein „Kleine Herzen Hannover“ zu spenden, der sich um die Betreuung von herzkranken jungen Menschen und ihren Angehörigen in der Medizinischen Hochschule Hannover kümmert. Nachdem auch das Center-Management den Erlös kräftig aufgerundet hatte, standen 1.000 Euro auf dem großen Spendenscheck, den Edith Modrzejewski (rechts im Bild) an die Vereinsvorsitzende Ira Thorsting (li.) übergab. Deren Reaktion: „Wir sind gerade dabei, ein neues Projekt zu finanzieren. Ärzte und Krankenschwestern der MHH-Kinderintensivstation sollen als Kriseninterventionshelfer ausgebildet werden, um besser als bisher auf die Verzweiflung von Patienteneltern eingehen zu können.“

:: Weitere Infos zum Projekt Kriseninterventionshelfer in der aktuellen Gesundheitszeitung online

:: Video


Hannover, 12. 05. 2015
Brot und Spiele
Calenberger Backstube unterstützt Kinderherzklinik der MHH

Rundgang über die renovierte und neu gestaltete Station 68 B der MHH-Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin. Deren Direktor, Prof. Dr. Philipp Beerbaum, zählt die „Errungenschaften“ auf: ein heller, freundlicher Flur mit einer Beleuchtung, die allen Erfordernissen des 24-Stunden-Betriebs angepasst werden kann, breitere Türen zu den Patientenräumen, in denen die Betten sich nicht mehr verkeilen, Duschen und Toiletten in jedem Zimmer, bequeme Klappbetten für die begleitenden Eltern. Axel und Kai Oppenborn, die beiden Gäste, hören interessiert zu. Und sie stellen Fragen: „Wie wichtig sind die hier entstandenen Eltern-Kind-Zimmer?“ - Prof. Beerbaum: „Die Mütter lernen früher und unter Anleitung des Pflegepersonals, mit den besonderen Bedürfnissen ihrer herzkranken Kinder umzugehen. Die Kinder sind ruhiger, die Eltern aber auch, weil sie alles mitbekommen, nicht mit ihrer Unsicherheit alleine gelassen werden.“

Ira Thorsting, Vorsitzende des Vereins „Kleine Herzen Hannover“, der sich für eine bessere Betreuung der Patienten und ihrer Familien einsetzt, fügt hinzu: „Früher durften Vater und Mutter täglich nur ein paar Stunden bei ihrem Kind sein. Anders war es gar nicht möglich, weil bis zu sechs Patienten in einem Zimmer untergebracht waren, in dem nach heutigen Standards möglichst nur zwei liegen sollen – eben zusammen mit ihren Müttern. In dieser Klinik wird Medizin auf Weltniveau betrieben. Das muss sich auch in der äußeren Erscheinung niederschlagen.“

Die „Kleinen Herzen“ haben – ebenso wie der Verein „Kinderherz Hannover“ – 200.000 Euro für den Umbau von zwei Stationen der Klinik bereitgestellt. Station 68 A wird im September fertig. Prof. Beerbaum: „Dann haben wir auch genug Zimmer, um Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern unterbringen zu können, für deren Behandlung die MHH zertifiziert ist.“ – Zwischenfrage von Axel Oppenborn: „Wie alt sind Ihre Patienten?“ – Prof. Beerbaum: „Das reicht von Neugeborenen bis zu 80-Jährigen. Die herzkranken Kinder haben dank moderner Medizin und Forschung inzwischen sehr gute Chancen, ein ganz normales Alter zu erreichen. Mehr noch: Ein junger Mensch mit korrigiertem angeborenem Herzfehler, der ganz bewusst auf seinen Zustand achtet und von Anfang an Sport treibt, wird vielleicht älter als ein Gesunder, der zu spät an seine Gesundheit denkt.“

Mit Unterstützung der „Kleinen Herzen“ und deren Spender wird die Klinik deshalb den Einsatz von Spielkonsolen bei der Mobilisierung von frisch operierten Kindern und Jugendlichen erproben. Ira Thorsting: „Es ist ein Medium, mit dem die Patienten auch zu Hause gerne umgehen. Hier geht es aber nicht um die üblichen Spiele, sondern darum, den Gleichgewichtssinn zu trainieren und die Muskulatur wieder in Gang zu bringen. Die Übungen sollen nach Absprache mit den Kardiologen und unter Anleitung der MHH-Physiotherapeuten stattfinden.“

Mehrere Konsolen, samt Monitor und technischer Peripherie, sollen mobil in den Krankenzimmern eingesetzt werden. Eine stationäre Einheit kommt ins Spielzimmer der Station, das in den nächsten Wochen fertig werden soll. Axel und Kai Oppenborn und die Belegschaft ihrer Calenberger Backstuben haben insgesamt 2.000 Euro dafür gespendet. Nicht das erste Mal, dass sie für die Projekte der „Kleinen Herzen“ sammelten: Beim Jahresempfang der Stadt Pattensen verkauften sie Laugenbrezeln zum guten Zweck, und die Mitarbeiter verzichteten bei einem Firmentreffen auf ihre Vergütung.

Team mit ganz viel Herz für die herzkranken Kinder in der Medizinischen Hochschule
Hannover. Von links: Axel und Kai Oppenborn von den Calenberger Backstuben, Ira
Thorsting vom Verein "Kleine Herzen" und Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Direktor der
Klinik für Päd. Kardiologie und Päd. Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule
Hannover.


Hannover, 5.5.2015
Eine Aktion mit "Oho"!
Azubis der Deutschen Bank halfen am „Tag des herzkranken Kindes“

Das große Zelt der Berufsfeuerwehr vor dem Hannoverschen Hauptbahnhof konnte all die Neugierigen kaum fassen. Drinnen lagen dicht nebeneinander Puppen, an denen lebensrettende Herz/Lungen-Maßnahmen demonstriert werden sollten. Ausbilder Günter Schirdewahn und Dr. Michael Sasse, Leitender Oberarzt der MHH-Kinderintensivstation, mussten aber nur selten selbst Hand anlegen. 15 Azubis der Deutschen Bank knieten sich im wahrsten Sinne „voll rein“ und zeigten, wie in einem Notfall die Minuten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte überbrückt werden können: den Bewusstlosen ansprechen, gleichzeitig Hilfe herbeirufen, Beatmen, Herzmassage. Dr. Sasse: „80 Prozent der Menschen trauen sich das nicht zu, obwohl sie es beim Erste-Hilfe-Kurs vor der Führerscheinprüfung gelernt haben. Nichts zu tun, ist aber der einzige Fehler, den man begehen kann!“

Bei den Auszubildenden saß jeder Griff. Kein Wunder: Sie hatten die nötigen Maßnahmen erst einen Tag zuvor in der MHH geübt. Für sie war dies Teil des alljährlichen „Social Day“ der Deutschen Bank. Dafür war der Verein „Kleine Herzen Hannover“ angesprochen worden, der sich in der MHH um die Betreuung von jungen Menschen mit angeborenem Herzfehler kümmert. Die Vorsitzende, Ira Thorsting: „Uns kam die Initiative der Berufsschüler gerade recht, weil wir mit einer großen Aktion auf den bundesweiten Tag des herzkranken Kindes aufmerksam machen wollten.“

Der Eifer und das Engagement der Azubis überraschte dann aber alle – auch Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Direktor der MHH-Kinderherzklinik. Er betonte die Bedeutung solcher Aktionen: Allein in Deutschland werden pro Jahr etwa 7.000 Babies mit einem Herzfehler geboren, die dank der Experten in den Kinderherzzentren gute Lebenschancen haben. Hannovers Bürgermeister Klaus Dieter Scholz, der in Vertretung des Schirmherrn, Oberbürgermeister Stefan Schostok gekommen war, dankte den Helfern.

Apropos Schirm: Der war tatsächlich nötig, als vor dem Zelt zwei Spendenschecks an die „Kleinen Herzen“ übergeben wurden: 1.200 Euro von der Deutschen Bank und 2.000 Euro aus einer gemeinsamen Aktion des Hauptbahnhofs und der Landbäckerei Bosselmann. Bäckermeister Harald Luther hatte extra für dieses Ereignis ein riesiges Brotherz gebacken. Das landete wenige Stunden später zusammen mit dem traditionellen Salz in der MHH. Welch Zufall: Genau am "Tag des herzkranken Kindes" konnte dort eine funkelnagelneu gestaltete Kinderherzstation bezogen werden, zu deren Umbau auch die „Kleinen Herzen“ eine Menge Geld beigesteuert haben.

Auszubildende der Deutschen Bank überreichten am "Tag des herzkranken Kindes"
dem Verein "Kleine Herzen" einen Spendenscheck über 1.200 Euro. Die Landbäckerei
Bosselmann und der Hauptbahnhof Hannover unterstützen die "Kleinen Herzen" seit
vielen Jahren - und so erhielt die Vereinsvorsitzende Ira Thorsting (mittlere Reihe,
2. v. li.) einen weiteren Spendenscheck von Harald Luther und Friederike Strauß
über 2.000 Euro.
Prof. Dr. Philipp Beerbaum (untere Reihe, re.), Direktor der MHH-Kinderherzklinik
und Kinderintensivstation, Dr. Michael Sasse, (vordere Reihe, 2. v. re.), Leitender
Oberarzt der Kinderintensivstation der Medizinischen Hochschule Hannover, sowie
Günter Schirdewahn von der Feuerwehr Hannover: Sie erklärten gemeinsam mit
15 Azubis von der Deutschen Bank dem hannoverschen Bürgermeister Klaus Dieter
Scholz (vordere Reihe, Bildmitte) eine lebensrettende Maßnahme, die sie einen Tag
vorher in der MHH-Kinderklinik einübten.

Jana Steinbrenner (re.) und Franziska Peter, beide sind Auszubildende bei der
Deutschen Bank, lassen sich am 4. Mai 2015 in der MHH-Kinderklinik von Dr. Michael
Sasse, Leitender Oberarzt der Kinderintensivstation der Medizinischen Hochschule
Hannover, eine Übung fürs (Über)Leben erklären: Herz-Lungen-Wiederbelebung mittels
Übungspuppe. Einen Tag später haben beide diese Übung vielen interessierten Passanten
vor dem Hauptbahnhof Hannover gezeigt.

:: Zum Video auf YouTube

:: Pressespiegel


Hannover, 25.4.2015
Eine Feier mit Überraschungen
Keine Geschenke: Eröffnung von physiomedico zugunsten herzkranker junger Menschen

Christian Benekendorff und sein Partner Andreas Voss hatten diesen Tag seit Wochen vorbereitet: Ihre Spezialpraxis für chirurgische und orthopädische Rehabilitation sollte an neuem Ort in Hannover-List mit einem Riesenfest eröffnet werden. Kollegen, Unterstützer und Patienten waren eingeladen, der Oberbürgermeister Stefan Schostok hatte sein Kommen zugesagt, und die Basketball-Bundesligadamen vom TK Hannover sollten für sportlichen Glanz sorgen.

Allen Gästen war mitgeteilt worden: Statt Geschenken bitte eine Geldspende für den Verein „Kleine Herzen Hannover“ mitbringen! Der hatte seinen Informationstisch direkt neben dem Empfangstresen der Praxis aufgebaut und berichtete über seine Projekte: den Umbau von gleich zwei Stationen der MHH-Kinderherzklinik, die erreichten Standards der Betreuung durch Kunst- und Sporttherapeuten, Psychologen, Sozialbetreuer und Dolmetscher. Vor allem aber die neuen Pläne: Um schwer traumatisierte Patienteneltern besser und sensibler unterstützen zu können, werden Ärzte und Pfleger der Kinder-Intensivstation zu Kriseninterventionshelfern ausgebildet. Dafür sind in den nächsten drei Jahren noch 170.000 Euro nötig.

Der Anfang ist gemacht: Über 1.000 Euro landeten im großen gläsernen Spendenherz. Die TKH-Sportlerinnen hatten bei einer Tombola 400 Euro erzielt, die sie in großen Scheinen mitgebracht hatten, und Stefan Schostok steuerte ebenfalls eine hübsche Summe bei – wohl gemerkt „aus der eigenen Tasche“, wie er schmunzelnd betonte. Der Oberbürgermeister demonstrierte seine besondere Verbundenheit mit den „Kleinen Herzen“, indem er es höchst persönlich übernahm, alle Projekte des Vereins in seiner Ansprache sachkundig zu erläutern. Ira Thorsting, die Gründerin und Vorsitzende der “Kleinen Herzen“, lachend: „Besser hätte ich es auch nicht zusammenfassen können. Stefan Schostok war schon in der Klinik und weiß, was bürgerliches Engagement dort bewirkt. Solche Unterstützer brauchen wir.“



Oberbürgermeister Stefan Schostok bringt extra ein kleines Herz mit. Christian
Benekendorff (re.) und Andreas Voss (li.) von physiomedico im Pelikanviertel
freuen sich über den besonderen Gast in ihren neuen Praxisräumen.



Große Spende mit viel Herz von den Basketball-Bundesligadamen vom TK Hannover
und von Oberbürgermeister Stefan Schostok.



Spenden statt Geschenke für herzkranke Kinder in der Medizinischen Hochschule
Hannover vom Praxisteam physiomedico im Pelikanviertel am Eröffnungstag der
neuen Praxisräume.


Pattensen, 18.4.2015
Statt der üblichen Geschenke

Pattenser Physiotherapeutin feiert … und spendet

25 Jahre. So ein Firmenjubiläum ist ein guter Grund zum Anstoßen. Die Chefin einer Physiotherapie-Praxis im Süden Hannovers, Ingrid Ulrich, hatte aber auch eine Botschaft an ihre vielen Patienten und Patientinnen: bitte keine Geschenke, statt dessen eine Spende an den Verein Kleine Herzen Hannover e. V., der sich für die Betreuung von jungen Herzpatienten an der Medizinischen Hochschule und für den Umbau der Stationen einsetzt. 550 Euro kamen zusammen, und Ingrid Ulrich (li. im Bild) rundete die Summe noch kräftig auf. Ira Thorsting, die Vorsitzende der Kleinen Herzen: „Diese Spende kommt gerade zum richtigen Zeitpunkt. Bis zum Herbst werden zwei Stationen so umgebaut, dass künftig nur noch zwei Kinder mit ihren Müttern in einem Patientenzimmer untergebracht werden. Und die Ärzte und Pflegekräfte der Intensivstation werden psychologisch geschult, um besser auf die Ängste betroffener Eltern eingehen zu können.“


Sehnde/Hannover, 15.4.2015
Helfer in seelischer Not
Kinder-Intensivstation der MHH bildet Mitarbeiter zu Krisenbegleitern aus

Angst, Hilflosigkeit, Wut. Dr. Michael Sasse kennt die Reaktionen verzweifelter Eltern, deren Kind wegen einer lebensbedrohlichen Erkrankung oder eines Unfalls in seiner Obhut gelandet ist. Er weiß, wie schwer es ist zu trösten, wenn alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind und der junge Patient stirbt. Der Leitende Oberarzt der Kinder-Intensivstation in der Medizinischen Hochschule Hannover will auch in der schlimmsten Situation den Angehörigen helfen, aber er will ebenso etwas für seine Mitarbeiter tun, knapp 100 Ärzte und Krankenschwestern. Denn die leiden mit, suchen oft nach dem richtigen Wort des Mitgefühls und des Trostes, hadern mit sich selbst, weil sie im allgemein stressigen Betrieb auf der Station zu wenig Zeit haben, sich länger um traumatisierte Angehörige zu kümmern. Dr. Sasse: „Der Einsatz professionell geschulter Ansprechpartner ist weit über den Zeitraum des Klinikaufenthaltes oder den Tod des Kindes hinaus dringend erforderlich. Solche Ansprechpartner, die sich in der Akutsituation und darüber hinaus speziell um die Eltern und die Familien kümmern, gibt es in Deutschland im Bereich der pädiatrischen Intensivmedizin bisher leider nicht.“ – In den Kliniken gibt es zwar Seelsorger und Psychologen, aber die können oft nicht schnell genug zur Stelle sein und garantieren keine langfristige Betreuung.

Was tun? Der Verein „Kleine Herzen Hannover“ engagiert sich seit Jahren für die Betreuung von herzkranken jungen Menschen und ihren Angehörigen in der MHH. Zur Klinik für Pädiatrische Kardiologie gehört aber auch die Intensivstation, die für alle Bereiche der Kinderklinik tätig ist. Ira und Jörns Thorsting, die Vorsitzenden der „Kleinen Herzen“, setzten sich ans Telefon und recherchierten. Gibt es nicht beim Katastrophenschutz, bei Feuerwehr, Polizei und Hilfsdiensten wie dem Roten Kreuz schon seit vielen Jahren psychologisch geschulte Helfer, die zum Beispiel bei schweren Unfällen zum Einsatz kommen? Die sich um die Opfer, aber auch um traumatisierte Einsatzkräfte kümmern?

Die Idee für die Kinder-Intensivstation der MHH: Krankenschwestern und Ärzte sollen als Kriseninterventionshelfer ausgebildet werden. Sie sind ständig am Krankenbett präsent und ohnehin die Ansprechpartner der kleinen Patienten und ihrer Eltern, besitzen also die so oft angemahnte und ebenso oft vermisste „Feldkompetenz“ in einem hohen Maße. Dr. Sasse aber denkt schon weiter: Er hat vor zehn Jahren ein Pädiatrisches Intensiv-Netzwerk (P.I.N.) unter Führung der MHH ins Leben gerufen, dem inzwischen 43 Kliniken in ganz Norddeutschland angeschlossen sind. Pro Klinik sollen künftig zwei Ärzte und zwei Pflegekräfte als Krisenbegleiter ausgebildet werden, um die Patientenfamilien auch am Wohnort weiter psychologisch fundiert betreuen zu können. Netzwerkkoordinatoren, eine Kontaktstelle und eine Telefonhotline gehören ebenfalls zu dem geplanten System.

Ira Thorsting von den „Kleinen Herzen“: „Um dieses Netzwerk, dieses Leuchtturm-Projekt der seelischen Hilfe für große Bereiche Norddeutschlands aufzubauen, sind in den nächsten Jahren etwa 170.000 Euro nötig. Mit anderen Worten: Wir brauchen die Unterstützung von vielen engagierten Spendern!“

Dr. Sasse jedenfalls ist überzeugt, dass die neue Initiative bundesweit Interesse wecken wird. Vielleicht sogar bei den Krankenkassen, denn durch die besondere Fürsorge, die den Patienteneltern zugute kommen soll, könnten manche kostspieligen Spätfolgen vermieden werden: „Tiefe Depression von Eltern, ausgelöst durch den plötzlichen Tod des eigenen Kindes, kann eine langanhaltende Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben. Zusätzlich können Folgeerkrankungen entstehen und sich die psychische Krise auf die ganze Familie ausweiten. Wird dem sofort durch eine akute Krisenintervention entgegengewirkt, können diese Folgen verhindert werden. Schließlich werden damit auch durch das Ereignis entstehende Kosten im Gesundheitswesen deutlich verringert.“

170.000 Euro – eigentlich keine große Summe, wenn man die Chancen bedenkt!

Spendenkonto:
Kleine Herzen Hannover e.V.
Sparkasse Hannover
Stichwort "Kriseninterventionshelfer"
IBAN DE82 2505 0180 0900 4504 01 | BIC SPKHDE2HXXX

:: Interview mit Dr. Michael Sasse, Ltd. Oberarzt der Päd. Intensivstation der Medizinischen Hochschule Hannover, zum Kriseninterventionshelfer-Projekt der "Kleinen Herzen Hannover e.V."

:: Artikel in der Gesundheitszeitung



Foto von li. nach re.: Ira Thorsting, Vorsitzende Kleine Herzen Hannover e.V., Dirk
Eickmeier, Herausgeber der GZ Hannover - Die GesundheitsZeitung und Produzent
"Der gesunde Punkt", Bettina Kühling, Moderatorin "Der gesunde Punkt", Dr. Michael
Sasse, Leitender Oberarzt der Kinderintensivstation der Medizinischen Hochschule
Hannover.



Endlich!
Normalstationen der MHH-Kinderherzklinik werden 2015 fertig

Seit 2006 setzen sich die „Kleinen Herzen“ dafür ein, dass Kinder und Jugendliche mit angeborenem Herzfehler an der Medizinischen Hochschule Hannover angemessen untergebracht werden: Eltern-Kind-Zimmer, eine Patientenküche, Spiel- und Ruhezonen, dazu Beratungs- und Behandlungsräume, in denen die jungen Patienten sich aufgehoben fühlen und keine Angst haben. 2007 wurden die ersten Zimmer mit finanzieller Beteiligung der „Kleinen Herzen“ und eines Partnervereins umgebaut. 2008 beschloss die MHH eine sogenannte Ebenenlösung: Die Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin sollte eine zweite Station hinzubekommen – und wieder war das finanzielle Engagement der Vereine gefragt!

Allerdings dauerte es dann noch einmal fast sieben Jahre, bis man daran ging, die Pläne auch in die Tat umzusetzen. Im Dezember 2014 zog die Kinderkardiologie erst einmal auf eine Übergangsstation, damit auch die schon eingerichteten Zimmer noch einmal auf den neuesten Stand gebracht werden können: In einigen fehlten noch Toiletten und Duschen, die Türen sollen verbreitert werden; ein neuer Pflegestützpunkt, Arzt und Behandlungszimmer entstehen, und der Stationsflur muss dringend ein neues, freundlicheres Gesicht bekommen. Bei einem Rundgang konnten sich Klinikleitung und Vereine jetzt zum ersten Mal gemeinsam vom Baufortschritt überzeugen. Fest steht: Bis zum 24.4. muss alles fertig sein, denn dann ist die Nachbarstation dran! Bis dahin werden die beiden Vereine je 200.000 Euro investiert haben.

Auf der "neuen" Station sollen künftig auch Jugendliche und Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (EMAHs), untergebracht werden, für deren Behandlung die Medizinische Hochschule Hannover vor Kurzem zertifiziert wurde. Erwachsene in der Kinderklinik? Ja! Angeborene Herzfehler sind etwas Anderes als im Laufe des Lebens erworbene Herzfehler. Für die „Kleinen Herzen“ gilt: „Unsere“ Herzkinder werden groß! Ein Grund mehr, die Umgestaltung der beiden Kinderherzstationen zu feiern. Spätestens im September 2015. Bis dahin ist viel zu tun. Zum Beispiel stellen die Vereine auch die Mittel zur Verfügung, die Fensterfronten und Balkontüren der zweiten Station zu erneuern. In Zukunft nämlich sollen die jungen Patienten und ihre Angehörigen endlich auch den umlaufenden Balkon nutzen können.



Besichtigung der MHH-Kinderherzstation 68b in der Umbauphase. Von links:
Robert Wiese, Architekturbüro Schonhoff & Wiese, Swanette Zwafink, Stationsleitung
der MHH-Kinderherzstation, Sonja Santkiewitsch, Ambulanz Pädiatrische Kardiologie,
Dr. Dagmar Hohmann, Oberärztin der Kinderherzstation, Rainer Schadow, Architekt
und Bereichsleiter MHH-Bauausführung, Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Klinikdirektor
Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin der MHH-Kinderklinik, Hanns Werner
Staude, Vorsitzender Kinderherz Hannover e.V., Ira Thorsting, Vorsitzende Kleine
Herzen Hannover e.V., Frank Schonhoff-Wiese, Architekturbüro Schonhoff & Wiese.


Große Erfolge bei angeborenen Herzfehlern
Die gute Zusammenarbeit von Kinderkardiologen und Kinderherzchirurgen ist eine Erfolgsgeschichte: 2012 starben 65 Prozent weniger Kinder mit angeborenem Herzfehler als noch 1990.

Mehr als 7.000 Kinder mit angeborenen Herzfehlern kommen jährlich in Deutschland zur Welt. Ihre Prognose hat sich in den letzten 30 Jahren stark verbessert, denn die Sterbeziffer liegt mittlerweile unter 2 Prozent. Das ist im Vergleich zu allen anderen Herzbereichen prozentual der stärkste Rückgang der Sterblichkeit, wie Professor Brigitte Stiller, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) im Rahmen der Pressekonferenz zum Deutschen Herzbericht 2014 am 28.01.2015 in Berlin betonte.

2013 konnten in 30 spezialisierten Kliniken insgesamt 8.252 Herzkatheteruntersuchungen bei Kindern mit angeborenen Herzfehlern durchgeführt werden. Das waren in 59 Prozent der Fälle zeitgleich auch therapeutische Interventionen (Ballonkatheter von Herzklappen, Verschlüsse von Gefäßen und Löchern, Stentimplantationen und kathetergestützte Pumonalklappenimplantationen).

Durch verbesserte nichtinvasive Bildgebung (Echo, MRT, CT) gelang es, die Zahl der Herzkatheter gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent zu senken, die Bündelung der Interventionen bedeutet zugleich eine geringere Strahlenbelastung für die jungen Patienten.
Die Zahl der Operationen bei angeborenen Herzfehlern blieb dagegen in den vergangenen 5 Jahren nahezu konstant, 2013 waren es 7.241 chirurgische Eingriffe. Wie Katheterinterventionen auch, werden operative Maßnahmen wegen angeborener Herzfehler bei immer jüngeren Kindern durchgeführt, 80 Prozent aller Operationen ohne Herz-Lungenmaschine finden bereits im ersten Lebensjahr der Patienten statt.

Künftig werden in Deutschland mehr als 200.000 Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) leben, weil mit den modernen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten heute etwa 90 Prozent der betroffenen Kinder das Erwachsenenalter erreichen. Dabei ist es problematisch, dass ab dem 18. Lebensjahr der mit den spezifischen medizinischen Komplikationen vertraute Kinderkardiologe diese Patienten nicht mehr betreuen darf und die hinsichtlich angeborener Herzfehler versierten Erwachsenenkardiologen nicht flächendeckend verfügbar sind. Hier besteht laut Professor Stiller dringender politischer Handlungsbedarf, um eine optimale Qualitätssicherung in der Versorgung der EMAH-Patienten zu erreichen.

Basierend auf einer gemeinsamen Initiative der drei Fachgesellschaften (DGK, DGTHG und DGPK) gibt es inzwischen in Deutschland immerhin 15 überregionale EMAH-Zentren sowie 268 von den drei Fachgesellschaften entsprechend zertifizierte Ärzte, davon 191 Kinderkardiologen und 77 internistische Kardiologen. [Quelle: Cardio News, Ausgabe 2015/01-02]

:: Der Deutscher Herzbericht 2014 kann kostenlos angefordert werden
:: Überregionale EMAH-Zentren
:: Ärzte mit Zusatz-Qualifikation „Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern“


Hannover, 27.1.2015
Schwedische Weihnacht
IKEA setzt sich für herzkranke Kinder ein

Eigentlich ist die Rollenverteilung klar: Der Weihnachtsmann bringt Geschenke. Aber diesmal wurde er selbst reichlich bedacht. Der alte Herr mit dem schlohweißen Bart konnte 21.027 Euro in seinen Spendensack für den Verein „Kleine Herzen Hannover“ stecken. Die beiden IKEA-Häuser in Großburgwedel und im EXPO-Park Hannover hatten in der Adventszeit Weihnachtsbäume verkauft und spendeten für jede Fichte oder Tanne 3 Euro. Geld, das nun direkt in den Umbau zweier Stationen in der Kinderherzklinik der Medizinischen Hochschule Hannover fließt. Dort entstehen neue Eltern-Kind-Zimmer, aber auch Jugendliche und Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern werden in Zukunft besser untergebracht.

Die Geschäftsführerinnen der beiden Einrichtungshäuser, Susanne Rosendaal und Ute Büsing übergaben den Spendenscheck an die Vorsitzende der „Kleinen Herzen“, Ira Thorsting, und an Prof. Dr. Philipp Beerbaum. Der Direktor der Pädiatrischen Kardiologie und Intensivmedizin führte die Besucherinnen persönlich durch seine Klinik. Alles konnten sie diesmal nicht sehen – wegen der Baumaßnahmen. Aber wenn die beiden Herzkindstationen Mitte des Jahres fertig sind, wird es ein Fest geben, und dafür haben Susanne Rosendaal und Ute Büsing schon fest zugesagt. Sie wollen 2015 noch mehrere Aktionen mit den „Kleinen Herzen“ planen.

Und der Weihnachtsmann? Der hofft, dass die Umbauten tatsächlich – wie geplant – im Sommer fertig sind: „Dann kann ich meinen roten Mantel am Nordpol lassen und im T-Shirt zur Einweihung kommen.“

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Große IKEA-Spende mit ganz viel Herz für den Verein "Kleine Herzen Hannover".
Von links: Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie
und Pädiatrische Intensivmedizin, Ira Thorsting, Vorsitzende "Kleine Herzen",
Susanne Rosendaal, Geschäftsführerin IKEA Expo-Park, Carmen Collewe,
Lokales Marketing/PR IKEA Deutschland GmbH & Co. KG, und Ute Büsing,
Geschäftsführerin IKEA Großburgwedel.



Als Dankeschön übergibt Ira Thorsting vom Verein Kleine Herzen den beiden
IKEA-Geschäftsführerinnen der Einrichtungshäuser EXPO-Park und Großburgwedel,
Susanne Rosendaal (re.) und Ute Büsing (2. v. re.), sowie an Carmen Collewe,
Lokales Marketing/PR IKEA Deutschland GmbH & Co. KG, ein Bild vom Vereinslogo
und das Plakat mit Santa zur Spendenaktion "Weihnachtsbäume für Kinderträume"
zugunsten "Kleine Herzen".



Rundgang über die Kinderintensivstation der Medizinischen Hochschule Hannover:
Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und
Pädiatrische Intensivmedizin, erklärt seinen Gästen, warum die Arbeit des Vereins
"Kleine Herzen" so wichtig ist. Auf der Intensivstation haben die "Kleinen Herzen"
im letzten Jahr ein Tag-Nacht-Lichtkonzept und Lärmampeln finanziert, sich an der
Farbgestaltung im Stationsflur beteiligt und gemeinsam mit der Sparkasse Hannover
einen Elternruheraum eingerichtet.



Bis die MHH-Kinderherzstation wieder ihre umgebauten Räume beziehen kann,
ist der IKEA-Spendenscheck auf einer Übergangsstation zu bewundern. Die Spende
wird für den Umbau von Mutter-Kind-Zimmern verwendet. Das Pflegeteam der
Kinderherzstation um Swanette Zwafink (4. v. re.), Stationsleitung der Kardiologischen
Normalstation 68. Von links: Fatima Balout, Franziska Baierl, Svenja Fischer,
Conny Bohmholt, Swanette Zwafink, Anne-M. Lüß, Gitta Marquardt und Ira Thorsting
vom Verein "Kleine Herzen".

:: Beitrag von "Radio Hannover 87,6 - Die Stimme der Stadt"
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:: Bericht im MHH-Info 1/2015


Hannover, 23.1.2015
Freundliche „Wiederholungstäter“

Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr spenden erneut für herzkranke Kinder


Da stehen sie: elf große Männer in grün-braunen Tarnanzügen, allen voran Oberst Eckart Keller, der Kommandeur der Bundeswehrschule für Feldjäger und Stabsdienst. Und zwischen ihnen eine kleine Frau: Ira Thorsting, Vorsitzende des Vereins „Kleine Herzen Hannover“, der sich für die Betreuung von herzkranken jungen Menschen an der Medizinischen Hochschule einsetzt. Man kennt sich. Die Inspektionsfeldwebel und „Spieße“ der Schule, die sonst Soldaten auf den schwierigen und gefahrvollen Einsatz in aller Welt vorbereiten, haben auch 2014 auf dem Kasernengelände einen Weihnachtsmarkt organisiert und Spenden gesammelt. 775 Euro kamen diesmal zusammen, die für die gerade laufende Umgestaltung zweier Stationen in der MHH verwendet werden sollen. Eltern-Kind-Zimmer, Ruheräume für traumatisierte Mamas und Papas, freundlich gestaltete Untersuchungsplätze und genug Raum für sensible Arztgespräche sind geplant. Auch junge Erwachsene, die unter einem angeborenen Herzfehler leiden, werden inzwischen in dieser Klinik betreut und behandelt. Oberst Keller hatte sich die Klinik – noch im alten Zustand – vor etwa einem Jahr zusammen mit den Feldwebeln angesehen. Es gab also auch diesmal viel zu besprechen, vor allem zu neuen Projekten, für die der Verein „Kleine Herzen“ weiter Spenden sammelt: Die Patienten, aber auch ihre Eltern, sollen in der Klinik die Möglichkeit zu körperlichem Training bekommen, und die Ärzte und Pflegekräfte sollen besser darauf vorbereitet werden, auf schwere seelische Belastungen der Kranken und ihrer Angehörigen zu reagieren. Das Verständnis der Soldaten dafür ist groß: Auch sie müssen bei ihren Auslandseinsätzen oft traumatische Situationen bewältigen.
Wie intensiv und vielfältig gerade die Feldjäger in ihre Aufgaben eingeführt werden, wie praxisnah ihre Ausbildung ist, erfuhr Ira Thorsting bei einem Rundgang über das Schulgelände. Richtig schwindelig wurde ihr dabei. Das lag aber nicht an den vielen interessanten Informationen, sondern an der letzten Station: Da saß sie neben einem Fahrtrainer in einem PS-starken Auto, der ihr demonstrierte, wie Bundeswehr-eigene Personenschützer mit gefährlichen Situationen fertig werden.

:: Video "Bundeswehr-Einsatz mit Herz" (Besuch in der MHH-Kinderherzklinik und Intensivstation)

Umringt von starken Männern: Ira Thorsting vom Verein „Kleine Herzen Hannover“
empfängt aus den Händen von Oberst Eckart Keller den Spendenscheck. Von links:
StFw Andre Weiß, StFw Heinrich Fahle, HauptFw Christian Nitschke, Oberst Eckart
Keller, HauptFw Patrick Butzlaff, HauptFw Danny Barysch, StFw Thorsten Kemm,
StFw Andre Scholz, HauptFw Björn Winter und HauptFw Bastian Frome, den Initiatoren
der Spendenaktion.



Am Platz der Erinnerung: Ira Thorsting vom Verein „Kleine Herzen Hannover“
neben Oberstleutnant Markus Theiß, Leiter der Fachlehre der Schule für
Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr.


Lehrte, 7.1.2015
Levys Herz
Glückliches Elternpaar bedankt sich für die Rettung seines Sohnes

Der kleine Levy war erst vier Monate alt, als er auf den Operationstisch musste. Das war im September 2014. Wiederum vier Monate später strahlt Levys Vater Udo Weykopf. Dem Jungen geht es gut, er entwickelt sich prächtig! Zu verdanken hat er dies dem Team der Kinderherzklinik in der Medizinischen Hochschule Hannover. Dr. Alexander Horke, hoch spezialisiert auf die Korrektur angeborener kardiologischer Defekte, hatte in einer mehrstündigen Operation ein Loch zwischen den Hauptkammern von Levys Herz verschlossen. Fast ein Routineeingriff, aber „für meine Frau und mich war es trotzdem eine Zeit der Unruhe, der Angst“, so der junge Vater heute. Udo Weykopf und Viktoria Possen erlebten vieles, was sie noch nicht verarbeitet haben: einerseits das Engagement der Pflegerinnen und Ärzte, andererseits die große Enge auf der Station, wenn wieder einmal junge Patienten aufgenommen werden mussten als geplant. „Für mich als Vater war oft einfach kein Platz.“

Ira Thorsting kennt diese Probleme. Seit 2006 setzt sich die Vorsitzende des Vereins „Kleine Herzen Hannover“ für die Einrichtung von Eltern-Kind-Zimmern in der MHH-Kinderherzklinik ein, für Ruheräume, aber auch für die soziale und psychologische Betreuung der Patientenfamilien. Eine ganze Station wurde schon umgebaut, eine zweite soll bis Ende 2015 fertig werden. „Fehlbildungen am Herzen sind der am häufigsten auftretende angeborene Defekt. Allein in Deutschland haben wir pro Jahr etwa 7.000 neue Fälle. Wir können glücklich sein, dass wir solche Zentren wie das an der MHH haben. Hier werden jedes Jahr 1.500 Kinder mit einem angeborenen Herzfehler behandelt. Aber ohne bürgerliches Engagement geht es auch hier nicht“, sagt die erfahrene Spendensammlerin, selbst Mutter eines jungen Mannes, der vor 29 Jahren in Hannover am Herzen operiert wurde. Sie bedankte sich persönlich für die Spende von 500 Euro, die Levys Vater Udo Weykopf von der CAR-ona GmbH in Lehrte gemeinsam mit seinem Unternehmensteam zum Jahreswechsel überwiesen hatte.

Ira Thorsting, Vorsitzende der „Kleinen Herzen“, bedankt sich mit einem Scheren-
schnittmotiv vom Vereinslogo bei Udo Weykopf, einer der beiden Geschäftsführer
der CAR-ona GmbH in Lehrte, für die Spende in Höhe von 500 Euro zugunsten
herzkranker Kinder in der Medizinischen Hochschule Hannover.