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Grußworte

Stephan Weil
Niedersächsischer Ministerpräsident

Das 10-jährige Jubiläum des Vereins „Kleine Herzen Hannover e.V. – Hilfe für kranke Kinder­herzen“ bietet einen hervorragenden Anlass, allen Akteurinnen und Akteuren für den bisherigen Einsatz zu danken und ihnen im Rahmen der Auszeichnung zum „Ausgezeichneten Ort 2016“ meinen herzlichen Glückwunsch auszusprechen.

Der Verein ist ein leuchtendes Beispiel dafür, was ehrenamtliches Engagement bewirken kann. Seine Tätigkeit hat inzwischen bundesweite Strahlkraft entfaltet. Von der Einrichtung von Eltern-Kind-Zimmern in der Pädiatrischen Kardiologie der MHH über Sozialbetreuer für die Patienten und ihre Familien bis hin zu medizinisch geschulten Dolmetschern, die bei Patientengesprächen ver­mitteln – vieles von dem, was auf Initiative des Vereins entstanden ist, besitzt Modellcharakter für alle deutschen Kinderkliniken.
Auch das aktuelle Projekt „Kriseninterventionshelfer im Krankenhaus“ setzt bundesweite Maßstäbe, von denen viele profitieren: So können Ärzte und Pflegekräfte ihre interkulturelle soziale Kompetenz verbessern und Familien, deren Kinder schwer chronisch erkrankt sind, eine adäquate Betreuung erhalten.

Um solche Projekte erfolgreich auf den Weg bringen zu können, bedarf es Menschen, die - neben Enthusiasmus und Einfallsreichtum - ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Patienten haben, aber auch die Klinikverwaltung kennen. Mit seiner Arbeit leistet der Verein einen unschätzbaren Beitrag für mehr Miteinander und Menschlichkeit, die im Klinikalltag schnell verloren gehen können. Ich wünsche allen Vereinsmitgliedern auch für die nächsten Jahre viel Schaffenskraft!

Hannover, im Juli 2016


Gabriele Heinen-Kljajic
Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur

Bürgerschaftliches Engagement ist von zentraler Bedeutung für unsere Gesellschaft. Das Engagement der sieben Elternvereine, die die Kinderklinik der MHH unterstützen, ist dafür ein besonderes Beispiel.

Daher ist es mir eine Ehre, dem Verein „Kleine Herzen Hannover“ zum 10-jährigen Bestehen meinen herzlichen Glückwunsch auszusprechen.

Die Kinderklinik der MHH ist eine universitäre Hochleistungsklinik der Maximalversorgung, in der Kinder pädiatrisch und chirurgisch behandelt werden. Die Kinderklinik ist das größte Zentrum für Organtransplantation im Kindesalter in Deutschland und verfügt über eine der größten und besten Kinderintensivstationen Europas.

Der Verein „Kleine Herzen“ hat seit seiner Gründung 2006 mit großem Engagement wertvolle Unterstützung für kranke Kinder, ihre Familien und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MHH geleistet. Mit seiner Hilfe konnte das Umfeld, in dem sich die Kleinsten unter uns von den Strapazen ihres Eingriffs an der MHH erholen, kinderfreundlich gestaltet werden. Die Anwesenheit der Eltern spielt zweifelsfrei eine ganz wesentliche Rolle für die Genesung der kleinen Patienten. Glücklicherweise können diese an der MHH seit dem Jahr 2015 mit aufgenommen werden. Daneben wurden auch für die erwachsenen Herzfehlerpatienten (EMAH) u. a. mit Hilfe von Spendengeldern des Vereins eigene Zimmer gestaltet.

Von dem gelungenen Ergebnis konnte ich mich bei der Eröffnung der Eltern-Kind-Herz-Station der MHH-Kinderklinik im September 2015 persönlich überzeugen.

Der Verein „Kleine Herzen“ ist mir auch besonders wegen seiner innovativen Ideen positiv aufgefallen. In Zusammenarbeit mit Beschäftigten der MHH-Kinderklinik hat der Verein mit herausragendem ehrenamtlichem Engagement das Projekt „Krisenhelfer“ initiiert, das bundesweit einmalig ist. Eltern und Angehörige herzkranker Kinder werden in ihren schweren Stunden bereits psychologisch und sozial von Fachleuten begleitet. Mit der Weiterbildung zum Krisenhelfer bekommen nun auch die Ärzte, Krankenschwestern und das Pflegepersonal die notwendige Unterstützung, um mit belastenden Situationen besser umgehen zu können. Ich begrüße es daher sehr, dass auch ein besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse von Familien mit Migrationshintergrund gerichtet wird.

Ich wünsche dem Verein weiterhin viel Schwung und Erfolg für die kommenden Jahre!

Hannover, im Mai 2016


Stefan Schostok
Oberbürgermeister der Niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover
und Schirmherr des Vereins “Kleine Herzen Hannover”

Die „Kleinen Herzen“ sind längst schon groß geworden: Im Januar diesen Jahres konnte das 10-jährige Bestehen des Vereins gefeiert werden.

Herzlichen Glückwunsch und herzlichen Dank für die geleistete Arbeit!

Die „Kleinen Herzen“ sind eine große Sache und liegen mir - welche Formulierung passt in diesem Zusammenhang besser – sehr am Herzen. Ich bin daher sehr gern Schirmherr und auch Mitglied im CURAtorium des Projekts „Kriseninterventionshelfer im klinischen Einsatz“.

Nun liegt mit diesem Rechenschaftsbericht wieder eine Art Erfolgsbilanz vor. Denn jeder Schritt zur Förderung der Kinderherzklinik der Medizinischen Hochschule Hannover ist ein Erfolg: Für die kleinen Patienten und deren Angehörige, aber natürlich auch für Ärzte, Pflegepersonal und Therapeuten.

Das Zusammenspiel von staatlich finanzierter Spitzenmedizin in unserer Hochschule mit Weltruf einerseits und bürgerschaftliches Engagement mit Herz andererseits ist beispielgebend und findet bundesweit Beachtung.

Das einzigartige Projekt zur Ausbildung von Kriseninterventionshelfern im klinischen Einsatz hat jede Unterstützung verdient, denn es ist für betroffene Familien eine enorme Hilfe und Entlastung.

Ich werde die „Kleinen Herzen“ daher sehr gern auch weiterhin positiv begleiten und hoffe, dass mit diesem Bericht weitere Unterstützerinnen und Unterstützer gefunden werden können.

Hannover, im Mai 2016


Prof. Dr. Christopher Baum
Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat sich in den 50 Jahren seit ihrer Gründung im Jahre 1965 zu einer der führenden hochschulmedizinischen Einrichtungen unseres Landes entwickelt. Exzellente Leistungen in Forschung, Lehre und Krankenversorgung sind vielfach dokumentiert. Beispielhaft zu nennen sind der Platz 1 im aktuellen Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft für das Fach Medizin und ein Spitzenplatz unter den deutschen Universitätsklinika bezüglich des durchschnittlichen Fallschweregrads der hier behandelten Patientinnen und Patienten.

Der Erfolg der MHH beruht auf dem hohen Engagement ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere der nachhaltigen Identifikation mit der Aufgabe einer optimalen Qualität und stetigen Weiterentwicklung der Krankenversorgung. Unitas, libertas, caritas ist unser Leitmotiv seit der Gründung: Einigkeit auch in schwierigen Entscheidungen, Freiheit auf der Basis fundierten Wissens, alles zum Wohl unser oftmals schwerkranken Patientinnen und Patienten.

Die MHH finanziert sich wesentlich über Steuergelder des Landes Niedersachsens, eingeworbene Drittmittel für Forschungsprojekte und die Erlöse der Krankenversorgung. Doch können aus diesen Quellen längst nicht alle wichtigen Projekte realisiert werden. Insbesondere im Bereich praktischer Aspekte der Krankenversorgung fehlt es an Drittmitteln öffentlicher Fördereinrichtungen. Hier erhalten private Initiativen eine herausragende Bedeutung, und zwar in doppelter Hinsicht: als treibende Kräfte bei der Einwerbung wertvoller zusätzlicher Ressourcen sowie auch als Ideengeber und Motivator für notwendige Innovationen.

Eine besonders wichtige Rolle spielt hier der Verein „Kleine Herzen Hannover“, dem ich im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MHH zum 10-jährigen Bestehen herzlichste Glückwünsche übermittle.

Gerade in der Versorgung unserer kleinen und kleinsten Patienten können viele wichtige investive Maßnahmen und spannende neue Projekte nur dank des hohen Engagements der Elternvereine umgesetzt werden.

Die Kinderklinik der MHH versorgt in all ihren Disziplinen die schwierigsten Fälle, zugewiesen nicht nur aus der Region, sondern vielfach weit darüber hinaus. Untermauert wird dies durch die herausragende Bedeutung der MHH als Zentrum für Organtransplantation sowie die Exzellenz unserer Intensivmedizin, der diagnostischen, chirurgischen und internistischen Fächer.

Die „Kleinen Herzen“ haben in den vergangenen zehn Jahren dank ihrer Nähe zu den betroffenen kranken Kindern und Familien und in enger Abstimmung mit den Behandlungsteams an entscheidenden Stellen enorm hilfreiche Projekte initiiert und gefördert. Gemeinsamer Nenner dieser Projekte ist die ganzheitliche Betrachtung und Zielsetzung. So profitieren alle - die kranken Kinder, ihre Eltern, Angehörige und Freunde sowie auch die Behandelnden. Universitäre Medizin kann so in einer neuen, vielleicht sogar der ursprünglichen Bedeutung des Wortes „universitär“ umgesetzt werden.

Den „Kleinen Herzen“ und allen, die sich mit ihnen engagieren, gilt unser größter Dank. Sie helfen uns, unsere eigentliche Bestimmung zu realisieren, zum Wohle der betroffenen Kinder und Familien. Somit gratuliere ich nochmals von ganzem Herzen den „Kleinen Herzen“, verbunden mit den besten Wünschen für die nahe und ferne Zukunft!

Hannover, im Mai 2016


Prof. Dr. Philipp Beerbaum
Direktor der Klinik für Päd. Kardiologie und Päd. Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover

Die "Kleinen Herzen werden 10 Jahre alt - was für eine einzigartige Erfolgsgeschichte! Es gibt bundesweit bekanntermaßen viele Initiativen betroffener Eltern von herzkranken Kindern. Und auch die "Kleinen Herzen" haben eine persönliche Erfahrung als stete Quelle der Motivation. Dennoch haben wir es hier mit einem hocheffizienten Projekt-Verein zu tun, mit ganzheitlicher Perspektive: Es geht in allen Projekten immer um die gesamte Familie. Keine Elterninitiative, sondern eine Initiative für Eltern.

Denn hier wurde eine wichtige Versorgungslücke identifiziert: Während die Behandlungen der herzkranken Kinder immer erfolgreicher werden, bleibt die Schockwirkung eines schweren Herzfehlers auf die gesamte Familie: Hier wird noch zu wenig getan, um die Eltern in dieser existentiellen Krise zu unterstützen. Psychische Folgeprobleme und soziale Bedrohung sind nicht selten die Folge.

Vieles wurde von den „Kleinen Herzen“ in den letzten zehn Jahren bewegt. Mehrere hunderttausend Euro wurden für eltern- und familiengerechte Umbauten der Klinik gesammelt und investiert. So ist mittlerweile eine Eltern-Kind- Station entstanden, die es den Eltern ermöglicht, zur Behandlung ihrer Herzkinder mit aufgenommen zu werden. Was kann es Wichtigeres geben in einer solchen Phase - für Eltern wie Kinderpatienten?

Ein Übersetzungsservice wurde organisiert und finanziert und viele Projekte zur psychologischen und sozial-dienstlichen Unterstützungen der Familien realisiert.

Besonders beeindruckend ist die jüngste Idee der „Kleinen Herzen“: Eine systematische Schulung der Mitarbeiter unserer Kinderintensivstation in der professionellen Krisenintervention wurde auf den Weg gebracht – ein ambitioniertes Vorhaben, das auch der Bundesverband Herzkranker Kinder als Leuchtturmprojekt bundesweit aufnehmen möchte.

So kann der Verein auch auf die große Anerkennung der niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Frau Gabriele Heinen-Kljajic, zählen, die – wie auch unserer Hochschulpräsident Christopher Baum - Mitglied im CURAtorium der jüngsten Initiative des Vereins geworden ist.

Kleine Herzen – große Klasse! Herzliche Glückwünsche zum 10-jährigen Jubiläum und den vielen Erfolgen aus der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover! Wir sind stolz, mit Ihnen zusammenarbeiten zu dürfen und freuen uns auf die vielen gemeinsamen noch vor uns liegenden Aufgaben!

Hannover, im Mai 2016


Prof. Dr. Hans Carlo Kallfelz
Ehrenmitglied des Vereins “Kleine Herzen Hannover”

Nicht nur die kranken kleinen Herzen, auch die großen Herzen brauchen Hilfe!

All unsere Mühe und Arbeit richtet sich auf die Behandlung und Heilung der kranken Kinderherzen. Ärzte, Schwestern und Eltern geben ihr Äußerstes und bestes, den Heilungsprozess zu einem möglichst dauerhaften Erfolg zu führen. Und dass dies keine Roboterarbeit ist, kann jeder nachvollziehen, der sich einmal auch nur kurze Zeit auf einer Kinder-Intensivstation aufgehalten hat. Eine Acht–Stundenschicht hier ist allein körperlich eine enorme Belastung. Weitaus stärker aber wird eine emotionale Stabilität gefordert, die häufig durch die Dauer und Intensität der seelischen Belastung sowie die täglich neuen Herausforderungen nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Immer wieder kann es zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen, die den Erfolg aller Mühen infrage stellen. So droht allen hier Tätigen und auch den Eltern ein Versagen bei der Bewältigung ihrer Aufgaben.

Es mag vielen heute nicht mehr nachvollziehbar erscheinen, dass in den neunzehn-hundertsechziger und -siebziger Jahren, als sich die ersten Erfolge bei der kardiologischen Diagnostik und herzchirurgischen Behandlung der Herzkinder einstellten, die körperliche und seelische Belastung der Betreuenden im Hintergrund stand. Die sich in diesen Jahren immer weiter verbessernde Prognose für unsere kleinen Patienten und die rasante Entwicklung unserer technischen Möglichkeiten für eine frühzeitige korrekte Diagnose und eine immer erfolgreichere Therapie standen ganz im Mittelpunkt unserer Arbeit. Den jenseits des Überlebens und der Heilung der Kinder liegenden Problemen der Patienten, Eltern und Schwestern wurde wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Die sich seinerzeit gründenden Selbsthilfe-Gruppen der Eltern wiesen uns, die Ärzte, sehr eindringlich und durchaus mit Erfolg auf diese Defizite hin. Sie forderten zu Recht eine bessere soziale und psychologische Betreuung der kranken Kinder und Ihrer Eltern. Ihr Appell an Ärzte und Pflegende, aber auch an die Politik fand zwar Gehör, eine wirkliche Verbesserung der Situation wurde allerdings kaum erreicht. So blieb z. B. die heute selbstverständliche Unterbringung der Eltern im Bereich des Krankenhauses – aus Kostengründen - über Jahrzehnte umstritten. Dann nahmen immer wieder die Eltern das Heft in die Hand und versuchten aus eigener Kraft, Verbesserungen zu erreichen, oft mit überraschendem Erfolg.

Dabei standen die Verbesserung der sozialen Betreuung der Kinder und ihrer Eltern sowie eine kindgerechte pflegerische Versorgung durch eine ausreichende Zahl gut ausgebildeter Kinderkrankenschwestern zunächst ganz im Vordergrund. Es zeigte sich aber bald, dass für eine gute Betreuung neben den Menschen und der apparativen Ausstattung auch die räumlichen und baulichen Verhältnisse eine wichtige Rolle spielten. Dafür sind jedoch einzig und allein die Krankenhäuser verantwortlich, die unter Hinweis auf die stets angespannte finanzielle Situation, keine Mittel für bauliche Änderungen und Verbesserungen zur Verfügung stellen können.

In unserer Gesellschaft gibt es Menschen, die sich mit angeblich nicht zu verändernden Bedingungen nicht abfinden wollen und versuchen, unter Einsatz all ihrer Möglichkeiten und mit zielgerichteten Aktionen das scheinbar Unmögliche doch zu realisieren. Ein überzeugendes Beispiel für diese Einstellung zum Leben bietet Frau Ira Thorsting, die zusammen mit ihrem Mann vor zehn Jahren die “Initiative Kleine Herzen” gründete.

Seitdem hat sie eine ganze Reihe von zunächst kleineren Projekten zur Verschönerung und Verbesserung der „Optik“ und Einrichtung der Patientenzimmer sowie der Aufenthaltsräume für Eltern und Kinderkrankenschwestern realisiert. Unter ständiger Erweiterung eines jetzt schon unübersehbaren Netzwerks von Freunden und Sponsoren wurden in den vergangenen Jahren so viel Geldmittel gesammelt, dass in Kooperation mit einem weiteren Selbsthilfe-Verein und mit fachlicher und finanzieller Beteiligung der MHH ein wirklich großes Projekt gestartet und im Herbst 2015 erfolgreich zu Ende geführt werden konnte: Mit großem Kostenaufwand waren zwei komplette Krankenstationen für Herzkinder grundrenoviert und in vielen Bereichen für heutige Bedürfnisse umgestaltet worden.

Die Maßnahme war noch nicht abgeschlossen, als Frau Thorsting bereits mit den Ärzten und Pflegekräften der Intensivstation der MHH-Kinderklinik ein weiteres in die Zukunft weisendes Projekt angeschoben hatte. Aus der Beobachtung, dass für Eltern, Pflegekräfte und Ärzte auf der Intensivstation immer wieder stark traumatisierende Situationen auftreten, die zu erheblichen psychischen Belastungen und depressiver Stimmung führen können, hat man den Plan entwickelt, ausgewählte Kinderärzte und Kinderkrankenpflegerinnen zu „Kriseninterventionshelfern“ auszubilden. Das soll im Rahmen von fachlich geleiteten Kursen mit sozialpsychologischer Unterstützung von außen erfolgen. Auch dieses Vorhaben hat schon einen guten Weg hinter sich gebracht und wird als Vorbild für Schulungen anderenorts betrachtet. Eine originäre Aufgabe der Institution MHH als Arbeitgeber, für die seelische und körperliche Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter Sorge zu tragen, wurde also auch hier durch bürgerliche Eigeninitiative übernommen, nachdem unter großem persönlichem Einsatz die Mittel für den Start des Projekts eingeworben waren.

Einer Initiative aus dem Kreis der direkt Betroffenen mit realistischen Zielen und klar formulierten Strategien kann und muss man grundsätzlich jede aktive Hilfe und, wo möglich, finanzielle Unterstützung leihen. Der Verein Kleine Herzen Hannover setzt jeden Cent sinnvoll ein. Alle Beteiligten, voran Frau Ira Thorsting, legen täglich Zeugnis dafür ab, was mit unermüdlicher Aktivität und enormem Engagement zu erreichen ist, wenn man klare Ziele formuliert und ihre Umsetzung engagiert anstrebt.

Hannover, im Mai 2016



Aachen, August 2014
Bundesverband Herzkranke Kinder e.V.

BVHK-Vorstand und Geschäftsführerin Hermine Nock (2. v. li.) - (v.li. n. re.): Reiner Gaus,
Hermine Nock, Claudia Winter-Albrecht, Sigrid Schröder, Mechthild Fofara, Christa Franzen,
Werner Bauz, Gabriele Mittelstaedt.

Der Bundesverband Herzkranke Kinder e.V. (BVHK) ist der Dachverband von mittlerweile 25 Elterninitiativen und bietet Hilfe und Unterstützung:

  • Wir informieren und beraten alle betroffenen Menschen mit angeborenen Herzfehlern und in jedem Lebensalter.
  • Wir sind erster Ansprechpartner für medizinische Fachverbände und die Gesundheitspolitik.
  • Wir vertreten die Interessen herzkranker Kinder auf ihrem Lebensweg.
  • Wir bilden Netzwerke und fördern den Erfahrungsaustausch der Betroffenen.
  • Wir selbst sind Eltern herzkranker Kinder.


Wir sind in Deutschland die Koordinationsstelle für unsere Mitgliedsvereine, Selbsthilfegruppen und Ratsuchende. Unsere Vorstandsmitglieder sind überwiegend Eltern herzkranker Kinder, die sich ehrenamtlich für den Verband einsetzen. Kompetente fachliche Unterstützung erhalten wir durch unseren medizinischen Beirat, dem namhafte Kinderkardiologen und Kinderherzchirurgen angehören. Gemeinsam setzen wir gesundheitspolitische und öffentlichkeitswirksame Verbesserungen um:

  • Integration von Betroffenen in die Gesellschaft fördern
  • sozialrechtliche und psycho-soziale Hilfen geben
  • Forschung auf dem Gebiet der angeborenen Herzfehler unterstützen
  • kliniknahe Übernachtungsmöglichkeiten für Eltern schaffen
  • familienorientierte Rehabilitation (FOR) etablieren


Wir sind ein Sammelpool vieler Ideen, die herzkranken Kindern und ihren Familien Lebensqualität schenken und möglichst viel Normalität verschaffen. Unser Mitgliedsverein „Kleine Herzen Hannover“ entwickelt viele Projekte, die bundesweit vorbildhaft sind. So lernen wir voneinander, bilden Synergien und arbeiten erfolgreich an unserem gemeinsamen Ziel: die bundesweite BVHK-Familie zu stärken und auszubauen und da zu sein für alle Familien, die Unterstützung brauchen.


Berlin/Hannover, August 2010
Grußwort der Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Hannover-Stadt II(Süd), Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales

Dr. Ursula von der Leyen

:: Grußwort als PDF 1,13 MB


Hannover, August 2010
Der Vereinsvorstand “Kleine Herzen Hannover – Hilfe für kranke Kinderherzen“ zu Besuch bei Hauke Jagau, Regionspräsident der Region Hannover

Volker Radke, Volker Lessing, Hauke Jagau und Ira Thorsting, (v.l.n.r.)
Der Vereinsvorstand bedankt sich für die Unterstützung.